Iquitos Amazonas

Iquitos | Dschungelstadt am Amazonas

Dschungel und Großstadt? Eine besondere Kombination. Doch in Iquitos treffen genau diese Extreme aufeinander. 

Iquitos ist mit rund 400.000 Einwohnern die größte Stadt im peruanischen Amazonas-Dschungel. Und die einzige Stadt dieser Größe weltweit, die über keinen Landweg zu erreichen ist. Ausschließlich per Flugzeug oder Schiff gelangen Reisende in die Dschungelstadt im tiefen Urwald des Amazonas. 


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Entdecken | EssenSchlafen


Von der Küste Perus ging es mit Bus und Flugzeug nach Iquitos. Die Stadt war der Ausgangspunkt für unser Abenteuer im Amazonas. Von hier aus sollte es mit dem Frachter nach Kolumbien gehen – einmal quer durch den Dschungel. Was lediglich als Ablegehafen gedacht war, hat uns doch schnell begeistert. Die Menschen, das Essen und das einmalige Flair mitten im größten tropischen Regenwald der Welt. 

Iquitos entdecken

Get Lost | Belen Market & Floating City

Schlicht eine andere Welt. Das erwartet euch in den engen, feuchten und teils überschwemmten Straßen des Stadtteils Belen. 

Der Belen Market erstreckt sich über etliche Straßenzüge und Blocks der Stadt. Die Stände und Angebote scheinen schier endlos. Hier gibt es von Obst & Gemüse über Kleidung bis hin zu Medizin einfach alles. Schon allein das Wandern durch die Straßen Belens lässt einen in eine völlig andere Welt eintauchen. Man geht verloren in den Untiefen des Treibens. Zwischen Menschen, Ständen, Essen, Kleidung. 

Direkt angeschlossen an den Belen Market liegt die Floating City. Wie der Name schon verrät, ist dieser Teil nur per Boot zu erreichen. Da wir keine großen Touranbieter unterstützen wollten, haben wir einfach am Ufer einen der zahlreichen Fischer mit Boot angesprochen. Für kleines Geld hat uns der Einheimische netterweise für ca. 45 Minuten durch die Kanäle und über den Fluss gefahren. 

Was wir dort gesehen haben, hatten wir in dieser Form nicht erwartet. Das Leben am und mit dem Fluss ist anders. Ärmlich. Schmutzig. Fremdartig. Unbehaglich. Interessant. Es waren gemischte Gefühle. Doch wir haben auch einmalige Eindrücke gesammelt. Zu sehen, wie die Menschen ihren Alltag, ihr Leben in diesen widrigen Umständen bestreiten. Kinder, die spielen. Frauen, die die Wäsche waschen. Männer, die neue Holzstege bauen. Die Offenheit, Freundlichkeit, schlicht ihre Menschlichkeit hat uns begeistert. 

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Zahlreiche Quellen raten von einem Besuch Belens aufgrund von Kriminalität ab. Wir selbst können dies nicht bestätigen. Wir konnten uns frei und uneingeschränkt in den Straßen bewegen. Die Menschen waren offen und freundlich. Natürlich haben wir, wie immer, darauf geachtet, weder zu viel Schmuck zu tragen noch zu viele Wertgegenstände bei uns zu haben. Wir haben uns respektvoll und zurückhaltend verhalten und so nur positive Erfahrungen machen dürfen. 

Auf Tuchfühlung mit Manatees, Faultieren und Papageien

Das Amazon Rescue Center (kurz CREA) in Iquitos ermöglicht genau das. Die Auffangstation kümmert sich um misshandelte, ausgesetzte oder im Stich gelassene Tiere. Mitten im Dschungel bedeutet das Papageien, Faultiere, Krokodile, Affen, Manatees – und das hautnah!

Eine schöne Abwechslung zum Stadtleben und eine gute Möglichkeit, der Natur des Amazonas ein wenig näher zu kommen. Auch ohne teure Dschungeltour. 

Manatee Rescue Center (CREA)
Carr. Iquitos-Nauta Km 4, 5 16000, Peru

Noch nicht genug von Tieren? Dann auf nach Monkey Island!

Vorweg: Leider haben wir es selbst nicht zu Monkey Island geschafft. Dennoch ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Iquitos-Touristen. Das kleine Affenparadies liegt rund 45 Minuten vor Iquitos. Die familiengeführt Auffangstation kümmert sich um verletzte oder zurückgelassene Affen. Im Rahmen einer Tour kann man als Besucher selbst mit den Affen spielen, füttern und Zeit mit den Tieren verbringen. 

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Vor dem Besuch von Monkey Island oder gar dem Buchen einer Tour sollte man sich gut informieren. Tatsächlich gibt es zwei Monkey Islands in der Nähe von Iquitos. Das originale Monkey Rescue Center ist ca. 45 Minuten mit dem Speedboat von Iquitos entfernt. Das „falsche“ Monkey Island liegt hingegen nur 10 Minuten außerhalb Iquitos. Dort werden die Affen in Käfigen gehalten, schlecht behandelt und lediglich für den Profit zur Schau gestellt.  

Iquitos für Foodies  

Streetfood, Streetfood, Streetfood

Wer auf Straßenstände und Plastikhocker steht, wird hier glücklich. Die Straßenküche in Iquitos bietet so einige Köstlichkeiten. Exotisches, Ungewöhnliches, Ausgefallenes. Aber auch unheimlich Leckeres. Sie ist heiß, dampfend, authentisch.

Unsere Top Spots waren ganz klar die Straßenstände rund um den Belen Market und den Nanay Market. Neben all den klassischen Köstlichkeiten findet man hier auch Dinge, die nur im Amazonas zu finden sind. Schildkrötenfüße oder Palmkäfer-Larven. Wer es nicht ganz so exotisch mag, kann auch zu unserem Favoriten greifen. Churro-Balls. Eine kleine, rund, gezuckerte, heiße und unheimlich leckere Süßigkeit. Überall auf Iquitos‘ Straßen zu finden. 

Karma is a…gemütliches Cafe im Zentrum der Stadt

Eine Abwechslung zum exotischen Streetfood findet man hier. Im Karma Cafe gibt es buntgemischte, internationale Küche in guter Qualität und netter Atmosphäre. Ein guter Ort, um einfach mal runterzukommen im Dschungel-Trubel.

Ivalú | Peruanische Snacks at its best

Saft, Kuchen oder die in Blätter eingewickelten Tamales. Hier findet man alle lokalen und exotischen Snacks. Der Laden wird nach dem Motto „Solange der Vorrat reicht“ geführt. Also früh kommen lohnt sich!

Unterkünfte in Iquitos

Hotel Jungle House

Calle Pevas 133, Iquitos, Peru

Klimaanalage, eigenes Bad, Pool. Perfekt für einen komfortablen Aufenthalt in der Dschungel-Großstadt. Super Lage, direkt im Zentrum von Iquitos. 

Die Unterkunft findet ihr hier.*

Lupuna Bed & Breakfast

Brasil 277, 16000 Iquitos, Peru

Ein rustikales, von Locals geführtes Hostel. Das Hostel nimmt das gesamte Wohnhaus bis hoch zum „Penthouse“ ein. Viel Luxus sollte man nicht erwarten, dafür wartet das Hostel aber mit authentischer Atmosphäre und freundlichen Gastgebern auf.

Die Unterkunft findet ihr hier.*

Hospedaje Neydita

Calle Morona 979, Iquitos, Peru

Einfach, günstig, gut. Die Unterkunft ist vor allem bei Backpackern beliebt. 

Die Unterkunft findet ihr hier.*

Iquitos – lohnt es sich?

Ob als Zwischenstopp einer Amazonas-Reise, Startpunkt für ein Dschungelabenteuer oder einfach nur Reiseziel. Iquitos ist es wert, entdeckt zu werden. Die Andersartigkeit, Fremdartigkeit, die Besonderheit begeistert. Es überrascht an jeder Ecke. Kulinarisch, kulturell und menschlich. 

Plant ihr gerade euren Trip über den Amazonas, seid schon mal selbst in Iquitos gewesen oder habt Anregungen? Wir freuen uns über eure Kommentare!

by selectedjungle 


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