Q7 Questions and answers Weltreise Versicherungen

Q7: Welche Versicherungen sind für eine Weltreise nötig?

Es gibt wohl nur Weniges, das deutscher ist als Versicherungen. Ob Krankheit, Haftpflicht oder Gepäck. Heutzutage kann man sich so ziemlich gegen alle Eventualitäten im Leben versichern lassen. Auch für eine Weltreise ist das Thema nicht ganz unwichtig.

Natürlich kann man sich niemals gegen alle Risiken absichern. Dennoch gibt es ein paar Versicherungen und Aspekte, die unseres Erachtens für die Weltreise sehr zu empfehlen sind. Vor allem wenn man mit einem kleinen Reisebudget loszieht, sollte man sich jedoch genau überlegen, welche Versicherungen notwendig und welche überflüssig sind. Für welche Versicherungen wir uns entschieden haben, erfahrt ihr hier.


Krankenversicherung

Die wohl wichtigste Versicherung und absolutes Must-Have. Sowohl im In- als auch im Ausland. Da gesetzliche Krankenversicherungen und Kurzzeit-Auslandskrankenversicherungen aufgrund ihrer geographischen, zeitlichen oder betragsmäßigen Beschränkungen für eine Weltreise ungeeignet sind, war schnell klar: eine eigene Langzeit-Auslandskrankenversicherung muss her.

Langzeit-Auslandskrankenversicherung

Ob bei Zahnschmerzen, einem Rollerunfall oder sogar Schlimmerem. Dass eine Auslandskrankenversicherung notwendig ist, sollte jedem Reisenden klar sein. Auch wenn das Risiko auf einer Weltreise natürlich immer mitreist, sollte man sich dennoch um einen Schutz im Fall der Fälle kümmern. Andernfalls bleibt man auf den Behandlungskosten sitzen bleibt.

Kriterien

Bei der Auswahl der richtigen Auslandskrankenversicherung spielen folgende Kriterien eine entscheidende Rolle:

  • Welcher Reisezeitraum kann versichert werden?

    Vor Abschluss der Auslandskrankenversicherung sollte man in etwa wissen, wie lange man reisen möchte. Die Spanne der versicherbaren Reisezeiträume kann einige Monate bis mehrere Jahre betragen. Zudem bieten einige Versicherer die Möglichkeit, die Auslandskrankenversicherung während der Reise zu verlängern. Umgekehrt erstatten die meisten Versicherungen auch anteilig die Versicherungsprämie bei einem vorzeitigem Reiseabbruch.

  • Welche Länder sind inbegriffen?

    Die Versicherungspakete werden häufig unterteilt in “Weltweit ohne Kanada/USA” und “Weltweit mit Kanada/USA”. Das liegt an den höheren Behandlungskosten in diesen beiden Ländern. Somit solltet ihr euch bei der Wahl grob im Klaren darüber sein, ob die Reise auch in diese Länder gehen könnte oder nicht.
    selectedjungle-Tipp: Einige Auslandskrankenversicherungen decken aber auch im Tarif ohne Kanada und die USA einen Layover bzw. einen kurzen Aufenthalt (häufig ca. 14 Tage) in Nordamerika ab. Diese Info findet ihr im Kleingedruckten. Genau durchlesen kann sich also lohnen.
    Falls ihr spontan doch für eine längere Zeit in die USA oder nach Kanada reisen möchtet, bieten einige Anbieter die Möglichkeit, entsprechende Versicherungspakete auch während der Weltreise abzuschließen. Diese Varianten werden beispielsweise von Care Concept oder der APRIL-Versicherungsgruppe angeboten.

  • Ist ein Aufenthalt in Deutschland enthalten?

    Dieser Aspekt kann wichtig für euch sein. Entweder weil ihr zwischendurch Heimaturlaub einplant, um Familie und Freunde wiederzusehen. Oder auch, falls ihr bei medizinischen Notfällen lieber nach Deutschland zurückreisen möchtet, um euch dort behandeln zu lassen.

  • Welche Leistungen werden abgedeckt?

    Vor allem ein etwaiger Rücktransport, ein Aufenthalt im Krankenhaus und grundlegende Zahnbehandlungen sollten von eurer Auslandskrankenversicherung übernommen werden.

  • Wie hoch fällt der Selbstbehalt aus?

    Teilweise sehen die Auslandskrankenversicherungen einen Selbstbehalt vor. Sprich – bei jedem Versicherungsfall muss der Versicherte eine gewisse Summe selbst zahlen (z.B. 50€).

  • Was kostet die Auslandskrankenversicherung?

    Und selbstverständlich spielt im Entscheidungsprozess auch der Preis eine Rolle. Dieser wird idR. pro Tag oder pro Monat angegeben. Man sollte allerdings nicht nur auf den Preis schauen, sondern diesen immer in Relation mit dem Gebotenen betrachten. Schlussendlich könnte davon vielleicht eure Gesundheit abhängen.

Unser Versicherungspaket

Auf Basis der o.g. Kriterien haben wir mit unserer Recherche begonnen. So haben wir relativ schnell eine erste Auswahl an möglichen Optionen gesammelt und uns für folgende Langzeit-Auslandskrankenversicherung entschieden:

  • STA Travel + Allianz

    Unser Anbieter des Vertrauens ist STA Travel. Ein Reiseunternehmen, das sich auf Reisen für junge Leute spezialisiert hat. Der Versicherungspartner ist in diesem Fall Allianz. Für uns ein rundes und vertrauenswürdiges Paket.

  • Paket: Reisekrankenversicherung ohne Selbstbehalt inkl. Kranken-Rücktransport

    • Kosten: 1,30€ pro Tag (entspricht ca. 475€ für ein knappes Jahr).
    • Selbstbehalt: Keiner (möglich auch mit 50€ Selbstbeteiligung pro Versicherungsfall. Dann betragen die Kosten pro Tag nur 1,12€).
    • Geltungsbereich: Weltweit ohne Kanada/ USA (auch inkl. USA/ Kanada möglich, dann steigen die Kosten pro Tag auf 1,64€ (mit Selbstbehalt) bzw. 1,87€ (ohne Selbstbehalt)).
      selectedjungle-Tipp: Bei einer Versicherungsdauer von mindestens 7 Monaten ist ein einmaliger Aufenthalt in Kanada/USA von max. 14 Tagen mitversichert.
    • Versicherungsschutz in der Heimat: Bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens 4 Monaten im Ausland besteht ein Versicherungsschutz im Heimatland für 6 Wochen.
  • Leistungsumfang (grob)

    • Krankheit oder Unfall während der Reise
    • Ambulante & stationäre Behandlungen
    • Ärztlich verordnete Arzneimittel oder Behandlungen
    • Kranken-Rücktransport für medizinisch sinnvollen & vertretbaren Rücktransport
    • Bis zu 250€ für Zahnbehandlung, Reparaturen von Zahnprothesen oder provisorischen Zahnersatz nach einem Unfall
    • Bis zu 5.000€ für Rettungs- & Bergungskosten
    • Gesundheits-Assistance: Hilfe bei persönlichen Notfällen (Krankheit oder Unfall)
  • Bezahlung & Handling

    Die Gesamtkosten fallen unmittelbar nach Abschließen der Versicherung an. Sobald ein Krankheits- oder Schadenfall eintritt, muss STA Travel bzw. Allianz unverzüglich informiert werden. Dies kann sowohl über die 24/7 erreichbare Hotline und/ oder eine Schadenfallmeldung erfolgen. Die Kosten müssen durch den Versicherten vorgestreckt werden und werden im Nachgang von der Versicherung wieder zurückerstattet – sofern von der Versicherung abgedeckt. Der Versicherungsschutz beginnt automatisch zum angegebenen Reisebeginn und endet mit dem vereinbarten Enddatum, spätestens jedoch mit Beendigung der versicherten Reise. Die Versicherung kann im Laufe der Reise einmalig verlängert werden. Dies ist aber nur möglich, solange die ursprünglich angegeben Versicherungsdauer noch nicht abgelaufen ist. Bei vorzeitigem Reiseabbruch wird die jeweils zuviel bezahlte Versicherungsprämie zurückgezahlt. Eine separate Kündigung ist daher nicht notwendig.     

Gibt es noch andere Anbieter?

Ja, die gibt es! Die Angebote und Leistungen ähneln sich allerdings sehr stark. In unseren engeren Auswahl war noch folgende Option:

  • Hanse Merkur

    Hier gibt es ähnliche Varianten, wie bei STA Travel. Reiseversicherungsschutz für 1 oder 5 Jahre, mit oder ohne Selbstbeteiligung, Versicherungsschutz in Deutschland möglich.

    Kosten: zwischen 1,15€ und 5,93€ pro Tag.

    Weitere Infos zur Hanse Merkur Auslandskrankenversicherung findet ihr hier

    Wir haben uns gegen diese Option entschieden, da der Versicherungsschutz für Deutschland nur im 5-Jahres-Paket inbegriffen war.

Natürlich bieten auch zahlreiche weitere Anbieter Auslandskrankenversicherungen an. Beispielsweise Signal Iduna, Barmenia, Axa und und und. Jeder angehende Weltreisende sollte sich daher im Klaren darüber sein, welche Aspekte einen selbst am relevantesten sind und darauf basierend den richtigen Anbieter finden.

Was passiert mit der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland während der Weltreise?

Klar – wenn ihr im Ausland seid und im Ausland auch krankenversichert seid, wird die heimische Krankenversicherung überflüssig. Insbesondere rund um die Kündigung der gesetzlichen Krankenkassen schwirren viele Irrtümer im Netz umher. Auch wir haben viele Warteschleifen bei AOK und Co. benötigt, um valide Infos zu bekommen. Daher haben wir euch die möglichen Optionen zusammengefasst:

  • Kündigung (unser Weg der Wahl)

    Oft werdet ihr lesen, dass man die gesetzliche Krankenversicherung nicht kündigen darf oder sollte. Das stimmt nicht so ganz. Wir beide haben unsere gesetzlichen Krankenversicherungen zum Start unserer Reise gekündigt. Und das ging so:

    1. Ersten Flug ins Ausland buchen
    2. Auslandskrankenversicherung abschließen
    3. Folgende Informationen samt Kündigung an die gesetzliche Krankenversicherung schicken:
      1. Kurze Beschreibung eures Vorhabens (Weltreise, Dauer etc.)
      2. Flugticket
      3. Nachweis eurer Auslandskrankenversicherung
      4. Information über Meldestatus in Deutschland mitschicken (wir beide bleiben weiterhin in Deutschland gemeldet)

selectedjungle-Tipp: Da in Deutschland Krankenversicherungspflicht besteht, kann man sich von der gesetzlichen Krankenversicherung nur abmelden, wenn man über einen vollwertigen Ersatz verfügt. Die Auslandskrankenversicherung gilt dann als vollwertiger Ersatz der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn sie einen ähnlichen Leistungskatalog – insbesondere bei der ambulanten und stationären Heilbehandlung – beinhaltet und einen Auslandsaufenthalt von mehr als 42 Tagen absichert. Mehr Infos dazu findet ihr beim Verband der Ersatzkassen e. V.

Nach ein paar Werktagen Bearbeitungszeit sollte die Kündigung durch sein und ihr werdet automatisch bei der gesetzlichen Krankenversicherung abgemeldet.

  • Anwartschaft

    Eine Anwartschaft ist im Prinzip eine Stilllegung des Versicherungsschutzes. Der Schutz ruht. Und nach der Rückkehr bzw. der Reaktivierung der Versicherung läuft der Schutz problemlos weiter. Einziger Haken: So eine Anwartschaft ist nicht kostenfrei. Und bei der gesetzlichen Krankenversicherung auch gar nicht mal so günstig. Bis zu 50€ pro Monat kann eine Versicherungsgesellschaft für diese Anwartschaft verlangen und das ganz ohne Anspruch auf Leistungen durch den Versicherten.
    selectedjungle-Tipp: Klar ist, dass die Versicherungen ihre Mitglieder und vor allem die Mitgliedsbeiträge behalten wollen. Daher wird häufig zunächst die Anwartschaft als Mittel der Wahl angeboten. Falls ihr aber nicht dazu bereit seid, die hohen Kosten während der Reise zu tragen, könnt ihr eurem Ansprechpartner bei der gesetzlichen Krankenkasse direkt klar machen, dass ihr auch über die Möglichkeit der Kündigung Bescheid wisst. Somit sollten die Fronten gleich geklärt sein und es können alternative Lösungen gefunden werden.

  • Weiterführung der gesetzlichen Krankenversicherung

    Die letzte, aber wohl am wenigsten sinnvolle Option ist das Weiterbestehen der gesetzlichen Krankenversicherung. Klar könnt ihr auch ins Ausland gehen und sowohl für die Ausland- als auch für Inlandskrankenversicherung bezahlen. Diese Variante ist unseres Erachtens aber nicht empfehlenswert.

Wichtig nach der Weltreise

Sofern ihr eure gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland vor der Reise gekündigt habt, müsst ihr euch direkt nach der Rückkehr bei einer Krankenkasse eurer Wahl anmelden. Andernfalls drohen Nachzahlungen. Dies kann entweder über einen Arbeitgeber, die Agentur für Arbeit oder euch persönlich erfolgen.

Privathaftpflichtversicherung

Weiteres Must-Have aus unserer Sicht. Privathaftpflicht ja oder nein ist in der Regel keine Frage. Die meisten Deutschen haben ohnehin eine Privathaftpflichtversicherung. Zu klären ist daher vor allem, ob und inwiefern diese Versicherung auch für längere Aufenthalte im Ausland gültig ist.

Die Kamera eines Freundes am Strand ins Wasser fallen gelassen oder das ausgeliehene Surfboard geht zu Bruch? Die Privathaftpflichtversicherung greift in genau diesen Situationen und ist somit unbedingt auch für einen längeren Auslandsaufenthalt zu empfehlen.

Kriterien

Bei der Auswahl der richtigen Privathaftpflichtversicherung spielen folgende Kriterien eine entscheidende Rolle:

  • Gilt die Privathaftpflichtversicherung auch im Ausland?

    Viele Privathaftpflichtversicherungen decken ohnehin auch bereits das Ausland ab. Dennoch sollte sich jeder Reisende vorab genau informieren, ob die bereits bestehende Versicherung im Ausland greift. Falls nein, gibt es in der Regel auch die Option, einen Auslandstarif on top zu buchen.
    Achtet auch darauf, dass viele Privathaftpflichtversicherungen einen Wohnsitz in Deutschland erfordern. Dies ist besonders wichtig, wenn ihr euch für die Reise in Deutschland abmeldet.

  • Wie hoch ist die Versicherungssumme?

    Die Summe entspricht der Höhe der Kostenübernahme der Versicherung im Schadenfall. Somit sollte hier nicht geknausert werden. Wichtig ist auch zu prüfen, ob für bestimmte Schadensfälle Höchstgrenzen bestehen und ob fürs Ausland andere Versicherungssummen gelten.

  • Gibt es eine Selbstbeteiligung?

    Wie auch schon bei der Auslandskrankenversicherung gibt es auch bei der Privathaftpflichtversicherung Optionen mit und ohne Selbstbehalt. Die stellt kein ausschlaggebendes Kriterium für oder gegen eine Versicherung dar. Könnte aber die Kirsche auf der Sahne sein.

  • Wird der Forderungsausfall durch die Versicherung abgedeckt?

    Falls man selbst der Geschädigte ist und der Verursacher keine eigene Privathaftpflichtversicherung hat und nicht in der Lage ist, den Schaden vollständig zu ersetzen, springt die eigene Privathaftpflichtversicherung im Rahmen der Forderungsausfalldeckung ein und übernimmt die Zahlung. Daher unbedingt checken, ob diese Situation von der Versicherung abgedeckt ist. Miyndestschadenhöhe, ab der die  Versicherung erst greift, beachten.

  • Sind Gefälligkeitsschäden durch die Versicherung abgedeckt?

    Entstehen Schäden durch einen Gefallen, den ihr auf eurer Reise erledigt, kann die Haftpflicht eingreifen. Daher auch nicht ganz unwichtig zu wissen, ob die Haftpflicht diesen Fall abdeckt.

  • Ist die Nutzung einer Drohne inkludiert?

    Falls ihr – wie wir – auch eine Drohne zum Filmen dabei habt, müsst ihr euch diesbezüglich gesondert absichern. Eine Sekunde unachtsam gewesen und schon können durch die Drohne enorme Schäden entstanden sein (z.B. mit der Drohne eine Menschen erwischt oder gegen ein Auto geflogen). In den meisten Fällen, darf eine Drohne nicht ohne dazugehörige Haftpflichtversicherung geflogen werden. Dies gilt übrigens auch in Deutschland. Einige Privathaftpflichtversicherungen schließen Drohnen mit ein.

Welche Haftpflichtversicherung haben wir gewählt?

Wir selbst haben uns für die Haftpflichtversicherung Comfort bei der R+V Versicherung entschieden. Wir haben unsere bereits bestehende Haftpflicht lediglich um den Zusatzschutz der Drohne erweitert. Insgesamt kostet die Versicherung 120€ pro Jahr für einen Haushalt. Sprich – wenn ihr gemeinsam mit eurem Partner auf Reisen geht und gemeinsam in einer Wohnung lebt, greift die Versicherung für euch beide. Zur Info: Die Zusatzversicherung für die Drohne hat 20€ on top gekostet.

Leistungsumfang (grob): 

  • Versicherungssumme: bis zu 50 Mio. €
  • Auslandsaufenthalt: weltweit bis zu 5 Jahre, in Europa unbegrenzt
  • Selbstbeteiligung: je nach Versicherungsfall unterschiedlich (bis zu 150€)
  • Forderungsfalldeckung: bis zu 15 Mio. € (Mindestschaden: 500€)
  • Gefälligkeitsschäden: eingeschlossen
  • Drohne: inkludiert (bis 5kg Startgewicht)
  • Kautionsleistung im Ausland: bis zu 100.000€

Natürlich gibt es auch hier noch viele weitere Anbieter, die durchaus gute Alternativen darstellen. Beispielsweise Haftpflichthelden oder Hanse Merkur. Letztendlich kommt es individuell auf eure Needs an. Daher informiert euch und findet rechtzeitig den richtigen Versicherungspartner.

Neben den beiden Must-Have-Versicherungen für eine Weltreise (Langzeit-Auslandskranken- und Privathaftpflichtversicherung fürs Ausland), haben wir uns mit weiteren Nice-to-Have-Versicherungen beschäftigt.

Reisegepäckversicherung

Gepäcksicherheit. Großes Thema, auch für uns. Insbesondere wenn man in Regionen mit einer überdurchschnittlichen Diebstahlgefahr reist – beispielsweise Süd- & Mittelamerika – und einiges an Technik dabei hat. Versichern kann man sein gesamtes Gepäck im Fall von Diebstahl, Verlust und Beschädigung.

Welche Reisegepäckversicherung haben wir gewählt?

Wir haben uns bewusst gegen diese Versicherung entschieden, da sie recht viele Schlupflöcher bietet und das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns schlichtweg nicht stimmt. Diese Entscheidung sollte aber jeder Reisende für sich selbst entscheiden.

Um sich dennoch gegen das Risiko Diebstahl zu schützen, gibt es aber noch eine Alternative zur alleinigen Reisegepäckversicherung.

Hausratversicherung (plus Erweiterungsmodul Reisegepäckversicherung)

Keine Versicherung, die auf den ersten Blick etwas mit einer Weltreise zu tun hat. In der Regel wird die Hausratversicherung für die eigenen 4-Wände abgeschlossen. Man sichert sich dabei gegen Einbruchdiebstahl, Raub und Schäden (z.B. durch Feuer) ab. Hausratversicherungen schließen aber auch vorübergehende (wenige Wochen bzw. Monate) Aufenthalte im Ausland mit ein und schützen das Gepäck auf Reisen – zumindest eingeschränkt – auch außerhalb der eigenen Wohnung. Beispielsweise wenn in euer Hotelzimmer eingebrochen wird und dabei Wertsachen entwendet werden (Stichwort “Außenversicherung”). Wichtig ist dabei, dass der Diebstahl aus unverschlossenen Räumen und Behältern sowie der Taschendiebstahl (“einfacher Diebstahl”) von den meisten Versicherern nicht abgesichert wird. Teilweise kann die Hausratversicherung um eine einfache Reisegepäckversicherung erweitert werden, um sein Hab und Gut auf Reisen auch gegen Diebstahl auf der Straße abzusichern. Diese Kombiversicherungen gibt es schon für unter 100€ (z.B. bei Die Bayerische). 

Aber auch hier gilt, sich das Kleingedruckte in den Verträgen genau anzuschauen und die (idR. üppigen) Ausschlusskriterien, bei denen der Versicherer keine oder nur eine geringe Erstattung leistet, unter die Lupe zu nehmen. Untervermietung der eigenen Wohnung, Zeitraum in dem die eigene Wohnung unbewohnt ist, Aufbewahrung der Gegenstände zum Zeitpunkt des Diebstahls, Entschädigungshöchstgrenzen, Zeitwert der Gegenstände. Die Aufzählung könnte ewig weitergehen. Alles Tatbestände, bei denen Versicherungen ihre Leistungen kürzen oder komplett verweigern.

Welche Hausratversicherung haben wir gewählt?

Hier haben wir länger überlegt als bei der Reisegepäckversicherung. Uns letztendlich aber aufgrund der begrenzten Entschädigungswahrscheinlichkeit auch gegen diese Versicherung entschieden.

Fotoversicherung

Wer mit einer großen und kostspieligen Fotoausrüstung reist und ausschließlich diese versichern möchte, kann sich alternativ zur Reisegepäck- oder Hausratversicherung auch überlegen, eine Foto- und Kameraversicherung abzuschließen (z.B. Pöppings Fotoversicherung, Fotofairsicherung oder FOTO-ASSekuranz). Auch hier heißt es Kosten und Nutzen abwägen.

Welche Fotoversicherung haben wir gewählt?

Da wir nur Hobby- und keine Profifotografen mit überschaubarer Fotoausrüstung sind, haben wir keine Kameraversicherung abgeschlossen.

Unfallversicherung

Die Versicherung greift in allen Unfallsituationen. Sowohl für die akute als auch für die längerfristige Behandlung nach einem Unfall. Die Versicherung ist unseres Erachtens nicht zwingend notwendig für eine Weltreise, aber dennoch eine Überlegung wert. Daher informiert euch und prüft ganz individuell, ob und inwiefern ihr diese Versicherung benötigt.

Welche Unfallversicherung haben wir gewählt?

Unsere Unfallversicherung bestand schon vor der Weltreise und läuft  über die Sparkassen Versicherungen. Sie deckt alle unfallbezogenen Schäden ab und kostet ca. 200€ pro Jahr.

Noch Fragen?

Wenn ihr Fragen rund um diese Themen habt, mailt uns oder schreibt in die Kommentare. Wir helfen euch gerne weiter.

Weitere Infos, Tipps & Tricks rund um das Thema Weltreisevorbereitung findet ihr in unserer Rubrik „Questions & Answers: Weltreise“. Up next: Packliste. Was nehmen wir alles mit auf Weltreise?

euer selectedjungle

Die zusammengestellten Informationen haben wir mit größter Sorgfalt verfasst und basieren auf unseren persönlichen Erfahrungswerten und Recherchen. Da wir jedoch keine Versicherungsvertreter oder sonstige Experten auf diesem Gebiet sind, können wir Vollständigkeit & Korrektheit dieser Informationen nicht garantieren. 

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