Yosemite Nationalpark Half Dome Glacier Point Panorama View

Death Valley & Yosemite | Nationalparks USA

11 Tage. 3.000 Kilometer. 8 Nationalparks. Part IV: Death Valley & Yosemite Nationalpark. Nach dem Zion Nationalpark führte uns die längste Strecke unseres Roadtrips zu den letzten zwei Nationalparks unserer Tour durch den Westen der USA: Death Valley & Yosemite Nationalpark. Die letzten Tage unserer Nationalpark-Tour waren geprägt von Extremen: Der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre, der heißeste Moment unserer Reise sowie der schneereichste Park auf unserer Tour.

Death Valley Badwater Basin Panorama

Death Valley Nationalpark

Das Tal des Todes machte seinem Namen alle Ehre. Wüste. Hitzepol. Trockenster Nationalpark der USA. An der Death Valley Junction hat unsere Tour gen Westen durch den Nationalpark gestartet. Die reine Durchfahrt dauert in etwa 1,5 Stunden. Inklusive Zwischenstopps haben wir ca. 3-4 Stunden benötigt. Der Eintritt kostet 30 USD pro Auto (beim Besuch mehrerer Nationalparks lohnt sich der „Annual National Park Pass“).

Death Valley Road

selectedjungle-Tipps

Vom Zion Nationalpark zum Death Valley müsst ihr etwa 4 bis 5 Stunden einplanen. Da wir am Abend noch so nah wie möglich an den Yosemite Nationalpark heranfahren und diesen Ritt – vom Death Valley sind es noch weitere 4 bis 6 Stunden bis zum Yosemite Nationalpark – nicht in einer Tour machen wollten, haben wir uns für einen Stopover am Rande von Las Vegas entschieden. Denn größere Stadt, mehr Auswahl an Motels, deutlich günstigere Preise. Zudem wollten wir das Death Valley am Vormittag durchqueren, um der sengenden Mittagshitze zu entkommen. Das hat nicht ganz geklappt, aber dazu später mehr.

Badwater basin salt

It’s getting hot in here: Wasser, Wasser, Wasser. Kein Scherz. Bevor ihr ins Death Valley reinfahrt, nehmt unbedingt genügend Wasser mit. Insbesondere wenn ihr vorhabt auszusteigen und die Landschaft fußläufig zu erkunden. Im Sommer können die Temperaturen auch gerne mal eben 50 Grad erreichen und im Park selbst gibt es nur wenig bis keine Möglichkeiten, Wasser zu kaufen. Benzin übrigens ebensowenig (die einzige Tankstelle im Death Valley in Furnace Creek ist zudem unverhältnismäßig teuer).

Zabriskie point death valley

Zabriskie Point 

Der erste Aussichtspunkt auf unserer Route ist bekannt für seine auffälligen Erosionslandschaften. Das Naturspektakel ist aus den Sedimenten eines vor 5 Millionen Jahren ausgetrockneten Sees entstanden. In Kombination mit der schier unerträglichen Hitze im Death Valley hat die Aussicht an diesem Viewpoint etwas Unwirkliches. Aufgrund der Hitze hält man es allerdings nicht lange ohne die lebensrettende Klimaanlage des Mietwagens aus, daher war hier nicht mehr drin als raus, Foto, rein. 

Death Valley Zabriskie Point View

Badwater Basin

Weiter ging es Richtung Markenzeichen des Nationalparks. Etwa 26 Kilometer vom Furnace Creek Visitor Center entfernt, liegt das Badwater Basin. Badwater ist eine Senke im Death Valley. Der Ort liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt Nordamerikas. Doch nicht nur tief sondern auch unsäglich heiß ist es hier. Vom Parkplatz aus kann man über die Salzkruste des verdunsteten Sees tiefer in die Senke laufen. Der Weg bis zum Mittelpunkt nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch. Tja, vor dem PC im kühlen Heim mag sich das nicht weit anhören. Bei glühender Hitze und 45° Celsius gleichen 15 Minuten einem kleinen Marathon. Überlegt euch gut, ob ihr das körperlich schafft und nehmt definitiv Wasser mit. Wir haben zu zweit innerhalb von 30 Minuten 1,5 L Wasser benötigt. 

Death Valley Badwater Basin Sign
Badwater basin salt crust
Death Valley Badwater Basin Lake
Death Valley Badwater Basin Mountains
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Dennoch: Die Szenerie inmitten dieser bizarren Landschaft ist atemberaubend und die Strapazen lohnen sich auf alle Fälle. Etwas unwirklich erscheint der in 6-Ecken daherkommende Salzkrustenboden, doch zur Stimmung dieses Ortes gehört diese Mystic einfach dazu. 

Artist’s Drive

Wer nach dem Besuch des Badwater Basin nicht dieselbe Strecke wieder zurückfahren möchte, kann auch den parallel zur Hauptstraße verlaufenden Artist’s Drive – eine etwa 15 Kilometer lange Panoramastrecke – entlangfahren. Vorbei am Aussichtspunkt Artist’s Palette führt die Einbahnstraße durch die kunterbunte Landschaft des Amargosa Gebirgszugs. Durch Oxidation der hier vorkommenden Metalle und Minerale werden die verschiedensten Verfärbungen des Sedimentssteins erzeugt.

Death Valley View

Weiter Richtung Westausgang des Death Valley befinden sich noch die Sanddünen der Mesquite Ebene. Nachdem wir bereits bei unserem Ausflug durch das Badwater Basin fast verdunstet sind, haben wir uns die Dünen  lediglich im Vorbeifahren aus dem klimatisierten Mietwagen heraus angesehen. Unser nächstes Ziel: der Yosemite Nationalpark!

Death Valley Junction Road

Yosemite Nationalpark

Der Yosemite Nationalpark. Unsere grüne Oase nach gefühlt ewiger Trockenheit. Der Park erstreckt sich rund 3.000 Quadratkilometer entlang der Sierra Nevada und ist bekannt für seine riesigen Granitfelsen, Wasserfälle und Riesenmammutbäume. 

Yosemite nationalpark valley waterfall

selectedjungle-Tipp 

Osten. Westen. Welcher Eingang darf’s sein? Der Yosemite Nationalpark kann über die westlichen Eingänge oder im Osten über die Tioga Road betreten werden. Je nach Reisezeitraum sollte die aktuelle Lage der Straßen frühzeitig geprüft werden. Beispielsweise ist die Tioga Road aufgrund der Schneelage meistens von November bis Mai/Juni gesperrt. Aufgrund dessen mussten wir einen großen Umweg südlich des Parks fahren, um über einen Zwischenstopp in Fresno in den Park zu gelangen.

Yosemite Nationalpark Valley View

Yosemite Valley

Der zentralste und wohl meistbesuchte Teil des Parks ist das Yosemite Valley. Von hier aus starten zahlreiche Wanderer, Kletterer und Campingfans in ihre Abenteuer. Der Yosemite Nationalpark bietet Anfängern wie Profis zahlreiche Optionen die Natur zu genießen und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Der Eintrittspreis für den Park liegt  aktuell bei 35 USD pro Auto (wir legen euch auch hier den „Annual National Park Pass“ ans Herz).

Yosemite Nationalpark Valley Forest

Valley Floor Loop

Der einfache Rundweg führt durch das Tal des Parks und kommt somit ohne nennenswerte Steigungen aus. Entlang des Wanderweges hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Riesen des Parks: die Granitberge Half Dome und El Capitan. Zudem gelangt man auch schnell zu einigen der bekanntesten Yosemite Wasserfällen, den Yosemite Falls, die zu den höchsten Wasserfällen der Welt zählen.  

Yosemite nationalpark valley loop

Wer von Wasserfällen nicht genug bekommen kann, der sollte sich auf den 4,5 Kilometer langen und östlich des Yosemite Valley gelegenen Mist Trail zu den Vernal und Nevada Falls machen. Dort startet auch der härteste Trail des Parks: die Tour auf den Half Dome (Roundtrip: 24 Kilometer, 1.500 Höhenmeter, Dauer: 10 bis 12 Stunden, Permit erforderlich).

Yosemite nationalpark tunnel view waterfall

Valley Viewpoints

Im Tal des Parks können zudem weitere zahlreiche bekannte Viewpoints einfach abgelaufen oder mit dem Auto abgefahren werden. Ob Tunnel View, Pohono Bridge oder Valley View. Der Blick auf den Park und die beeindruckenden Naturgewalten – Bäume, Felsen, Wasserfälle – war an jedem Stop aufs Neue atemberaubend. 

Yosemite Nationalpark River
Yosemite nationalpark tunnel view
Yosemite Nationalpark Valley Viewpoint
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selectedjungle-Tipp 

Aufgrund der Ausmaße dieses wunderschönen Parks, haben wir uns dazu entschlossen, hier zwei Tage zu verbringen und somit eine Nacht in der Nähe des Parks zu übernachten. Und so haben wir die wohl schnuckeligste Unterkunft unserer Reise gefunden. Über Booking sind wir auf das urige Bed & Breakfast „Highland House“ gestoßen. Pure Gemütlichkeit beschreibt die Übernachtung hier wohl am besten. Stille. Inmitten der Natur. Herzliche Gastgeber. Und ein selbstgemachtes Frühstück der absoluten Extraklasse. Wir sagen nur Pancakes & Waffeln.

Highland bed and breakfast
Yosemite Nationalpark Highland Bed and Breakfast Livingroom
Yosemite Nationalpark Highland Bed and Breakfast Kitchen
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Glacier Point 

An Tag zwei haben wir den etwas längeren Weg Richtung Glacier Point auf uns genommen. Der Aussichtspunkt liegt oberhalb des Yosemite Valley auf rund 2.200 Metern. Die Aussicht hier ist einfach überwältigend. Half Dome, Yosemite Valley, Vernal Fall, Nevada Fall & Yosemite Fall. In einer atemberaubenden Szenerie kann man die gesamte Schönheit des Parks erfassen. 

Yosemite nationalpark glacier point view

selectedjungle-Tipp

Warme Kleidung nicht vergessen! Auf dem Glacier Point kann es recht frisch werden. Bei uns lag im Mai stellenweise sogar noch Schnee.

Yosemite Nationalpark Glacier Point Lockout

Nach unserem Kurztrip in den Winter auf dem Glacier Point haben wir auf dem Rückweg noch einen Stop beim Sentinel Dome eingelegt (Roundtrip: 3,5 Kilometer), um ein letztes Mal die Schönheit des Yosemite Nationalparks auf uns wirken zu lassen. Gefühlt noch einmal eine ganze Ecke ruhiger und zurückgezogener als ein Großteil des restlichen Parks, konnten wir hier in beinahe absoluter Stille die Farbenvielfalt der Natur und die malerische Landschaft fast komplett für uns alleine genießen.

Yosemite Nationalpark Sentinel Dome Colourful Forest

Anschließend haben wir den Park Richtung Westen, Richtung Küste, Richtung San Francicso verlassen. Mit dem Yosemite Nationalpark haben wir das Kapitel Nationalparks auf unserem Roadtrip durch den Westen der USA abgeschlossen. Vom Joshua Tree Nationalpark aus sind wir gestartet, über den Grand Canyon und Zion Nationalpark bis hin zum grünen Abschluss Yosemite Nationalpark. Die Abwechslung und Vielfalt der Natur hat uns schlichtweg mitgerissen und überwältigt. Aber – ja es gibt ein kleines Aber – ein weiteres Highlight unserer Reise wartete an der Westküste auf uns. Mehr dazu kommt bald. Ganz bald!

euer selectedjungle

  1. Super interessanter Bericht mit unglaublich schönen Fotos. nachdem ich letztes Jahr den Westen Kanadas erkunden durfte, spiele ich schon seit einer Weile mit dem Gedanken auch das südlichere Nachbarland zu besuchen. Sollte es wirklich so weit kommen, weiß ich wo ich genug Inspiration finde. Freue mich auf mehr.

    • selectedjungle

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Patricia. Einen Trip in Richtung südliches Nachbarland können wir dir nur empfehlen. Wir waren total begeistert und würden am liebsten direkt wieder ins Auto steigen! Falls deine Pläne konkreter werden und du Tipps benötigst, schau gerne auf unserem Blog vorbei oder schreibe uns direkt. 🙂

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