Grand Canyon Panorama View

Grand Canyon & Monument Valley | Nationalparks USA

11 Tage. 3.000 Kilometer. 8 Nationalparks. Part II: Grand Canyon & Monument Valley. Im zweiten Teil unserer Tour durch die Nationalparks stand mit das größte Highlight an: Der Grand Canyon. Anschließend ging es weiter Richtung Navajo-Gebiet, Monument Valley.

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Las Vegas, freuten wir uns umso mehr auf die anstehenden Nationalparks, die Natur und Weite der Landschaft. Gegen Mittag haben wir unseren Jeep geschnappt und sind weiter gen Osten gefahren. Das Ziel? Zum Sonnenuntergang am Grand Canyon eintreffen.

Grand Canyon South Rim Sunset On The Edge

selectedjungle-Tipp

Wem das tröge Geradeausfahren auf den Interstates zu langweilig wird, kann auf dieser Strecke auch Teilstücke der nicht mehr durchgängig befahrbaren Route 66 abfahren. Auf der sich um die Interstate I-40 schlängelnden Straße spürt man den nostalgischen Flair der Mother Road im Fahrtwind. Wir sind so auf das im typischen Retrolook der 50er und 60er Jahre gehaltene Örtchen Seligmann gestoßen, dem Geburtsort der historischen Route 66. Die Route ist super fotogen, auch für einen kleinen Stop lohnt sich der Umweg über die wohl bekannteste Straße der USA definitiv. 

Route 66 Seligman sign on the street

Ein Traum wird wahr: Der Grand Canyon

Nun ja, welche Worte sollen dieser Naturgewalt gerecht werden? Als wir zum ersten Mal bei Sonnenuntergang am Rande des Grand Canyon standen, blieb uns schlichtweg die Spucke wegen. Selten waren wir so beeindruckt und sprachlos. Aber alles der Reihe nach…

Grand Canyon South Rim Sunset Panorama

Der Grand Canyon National Park ist wohl mit der bekannteste Nationalpark der USA. Die riesigen Felsformationen haben vermutlich in mehr Hollywood-Produktionen mitgespielt, als so mancher Oscar-Preisträger. Die etwa 450 Kilometer lange Schlucht in Arizona ist zweigeteilt, North Rim und South Rim. Getrennt durch den Colorado River, der den großen Canyon seit Jahrmillionen formt.

Grand Canyon South Rim Colorado River

Wie die meisten Besucher haben auch wir den South Rim des Canyon abgeklappert. Der North Rim ist weniger besucht, da hier das Klima deutlich kühler ist. Zudem ist dieser Teil des Parks nur wenige Monate im Jahr geöffnet ist.

Grand Canyon Mailboxes Arizona

Von Las Vegas zum Grand Canyon haben wir gut 4,5 Stunden benötigt und sind passend zum Sonnenuntergang angekommen – ein Wahnsinns-Erlebnis und absolut empfehlenswert. Im Folgenden haben wir euch übersichtlich eine kurze Liste mit unseren Stops in und einigen selectedjungle-Tipps für den Grand Canyon Nationalpark zusammengestellt. Insgesamt haben wir hier 1,5 Tage verbracht und waren damit auch retrospektiv sehr zufrieden:

Grand Canyon South Rim Sunset close up shot

Mather Point & Yavapai Point

Die beiden Aussichtspunkte steuert man direkt an, sofern man – wie wir – von Süden aus in den Park fährt. Beide Stops sind bequem mit dem Auto und einem kurzen Fußmarsch zu erreichen. Da wir passend zur „Golden Hour“ am South Rim angekommen sind, mussten wir uns ein wenig beeilen, um noch vor Sonnenuntergang an den Aussichtspunkten zu sein. Beide Stops sind sehr beliebt, wir waren somit nicht die einzigen, die sich den Sonnenuntergang anschauen wollten. Dennoch hat es sich definitiv gelohnt – der Ausblick und das Licht waren einmalig.

Grand Canyon South Rim Sunset portrait low sun

Hermit Road

Am Vormittag des zweiten Tages im Grand Canyon haben wir noch ein paar Viewpoints im Westen des Nationalparks abgeklappert (Pima Point, Hopi Point, Powell Point). Die Aussicht ist natürlich immer ähnlich – hinab in die Schlucht des Colorado Rivers – dennoch ist es bei jedem Anblick, an jedem Aussichtspunkt erneut ein Spektakel. Die Hermit Road ist von März bis November geöffnet, allerdings nicht für PKWs und kann nur mit einem Shuttle abgefahren werden.

Grand Canyon South Rim Colorado River Panorama

selectedjungle-Tipp

Die westlichsten Parking Lots können hierfür als erster Ausgangspunkt genutzt werden – vor allem Lot D, denn der Parkplatz der Maswik Lodge und Bright Angel Lodge sind sehr klein und schon in den Morgenstunden heillos überfüllt. Der Shuttlebus hält nur wenige Gehminuten davon entfernt. Mit dem Shuttle kann man bequem einzelne Aussichtspunkte abfahren, aussteigen, begeistert sein und weiterfahren. Ganz nach eigenem Gusto und der verfügbaren Zeit.

Grand Canyon South Rim standing on the edge panorama

selectedjungle-Tipp 

Auf dem Rückweg hält das Shuttle nicht an jedem Stop, das es auf dem Hinweg angesteuert hat. Also besser vorher informieren, an welchen Spots man wieder zusteigen kann, um unnötige Fußwege zu vermeiden.

Grand Canyon South Rim view into the abyss

South Kaibab-Trail

Da wir nicht – na gut, vor allem Julian nicht – die ganze Zeit Lust auf Hop-On-Hop-Off hatten und den Canyon auch ein bisschen von „innen“ sehen wollten, haben wir uns eine Trekking-Route hinab ins Tal des Grand Canyon ausgesucht. Tatsächlich steigen nur die wenigsten Besucher ab Richtung Colorado River, dabei ist die Sicht von unten mindestens genauso spektakulär.

Grand Canyon South Kaibab Trail On the edge

Also ging es mit dem Auto in Richtung South Kaibab Trail. Dieser Pfad führt über einen mehr als 11 Kilometer langen Wanderweg ins Tal zum Colorado River. Da es sich nicht um einen Rundwanderweg handelt und man denselben Weg auch wieder nach oben steigen muss, ist man nicht gezwungen den anstrengenden Marsch bis zum Colorado River komplett auf sich zu nehmen, sondern kann an einem der zahlreichen Zwischenstops auch wieder umkehren.
Gerade in den Sommermonaten wird es explizit nicht empfohlen, die insgesamt 1.460 Höhenmeter innerhalb eines Tages hinab – und aufzusteigen. Besser ist es, sich im Tal des Canyon eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Der Höhenunterschied sowie das Klima sind nicht zu unterschätzen. Zudem sollte man berücksichtigen, dass der Rückweg (sozusagen der Aufstieg) um einiges anstrengender ist als der Abstieg.

Grand Canyon South Kaibab Trail Green Walls
Grand Canyon South Kaibab Trail Serpentines
Grand Canyon South Kaibab Trail Edging
Grand Canyon South Kaibab Trail Mule
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Ooh-Aah-Point

Wir sind den Trail an einem Nachmittag bis zum Ooh-Aah-Point (ja, so heißt der Aussichtspunkt tatsächlich) hinabgestiegen. 3 Kilometer abwärts und wieder zurück. Da der Abstieg zum Ooh-Aah-Point recht steil ist, hat man bereits auf den ersten Kilometern des South Kaibab Trails unzählige atemberaubende Blickwinkel in den Canyon. Zum krönenden Abschluss gelangt man an einen Viewpoint, der einem ganz im Sinne seines Namens („Ooh-Aah“) die Sprache verschlägt und sich perfekt für ein kleines Picknick mit Aussicht eignet.

Grand Canyon South Kaibab Trail Ooh Aah Point
Grand Canyon South Kaibab Trail Ooh Aah Point View
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selectedjungle-Tipp 

Um zum Startpunkt des Trails zu gelangen, das Auto am besten am Grand Canyon Visitor Center (Lot 1-3) abstellen. Von dort die orangefarbene Buslinie („Kaibab/Rim Route“) zum South Kaibab Trailhead nehmen, da das letzte Stück der Straße für Autos gesperrt ist. Und nicht vergessen – unabhängig von der Länge eurer Wanderung – genügend Wasser und Proviant mitnehmen.

Wild Wild West: Monument Valley

Am Abend des zweiten Tages im Grand Canyon Nationalpark sind wir entlang des Rims auf dem Desert View Drive (mit kurzen Zwischenstops beim Grand View Point und Desert View Point) schon direkt in Richtung Monument Valley gefahren und haben den Nationalpark über den Osteingang verlassen. Die Entfernungen in dieser Gegend sollte man definitiv nicht unterschätzen, dennoch war auch jede Autofahrt, ganz gleich wie lange sie gedauert hat, spannend, aufregend und dank der unfassbaren Landschaft einfach beeindruckend.

Grand Canyon South Rim Desert View

Da wir uns am nächsten Tag den Monument Valley Navajo Tribal Park anschauen wollten, haben wir eine Unterkunft in der Nähe von diesem gesucht. Tja, gar nicht so einfach wenn es nicht mehr als eine Siedlung und genau ein Motel in der Nähe gibt. Und oh Wunder, war das Motel auch gar nicht mal so günstig.

Monument Valley Navajo Tribal Park Panorama view tabel mountains background
Monument Valley Navajo Tribal Park jepp table mountains intersection
Monument Valley Navajo Tribal Park The Three Sisters
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Doch nun zum Eigentlichen – das Monument Valley. Der Park liegt in der Navajo-Nation-Reservation, dem größten Indianerreservat der USA, und ist kein offizieller Nationalpark – Eintritt muss hier trotz Annual National Park Pass gezahlt werden. Das Gebiet hat vor allem aufgrund seiner gewaltigen Gesteinsformationen Bekanntheit erlangt – hierbei handelt es sich übrigens um Tafelgebirge aus roten Felsen, deren Farbe vom Eisenoxid in den Gesteinsschichten stammt.

Monument Valley Navajo Tribal Park Panorama single Table Mountain
Monument Valley Navajo Tribal Park Panorama Table Mountains closer
Monument Valley Navajo Tribal Park Panorama Table Mountains Valley
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Offroad-Trip – Scenic Drive

Der Park ist nicht sehr groß – kein Vergleich zum Grand Canyon oder Joshua Tree Nationalpark. Somit reicht es völlig aus, hier einen halben Tag zu verbringen. Wir haben uns vormittags auf den Weg gemacht und sind den 27 Kilometer langen „Scenic Drive“ abgefahren. Hier fährt man über einen Rundweg durch den Park und kann nach Belieben anhalten, erkunden und genießen. Am Eingang erhält man eine Karte mit den einzelnen Sights entlang der Route.

selectedjungle-Tipp 

Fahrt den Park nicht mit eurem tiefergelegten Cadillac ab. Besorgt euch lieber einen SUV oder ein anderes geländegängiges Fortbewegungsmittel mit genügend Bodenfreiheit. Durch den Park führt nur eine holprige, ungeteerte Schotterstraße mit Schlaglöchern, Spurrillen und vielem mehr. Das lässt zwar die Herzen von Offroad-Fans höher schlagen, macht allerdings nur Spaß mit dem richtigen Gefährt. (Weitere selectedjungle West Coast Roadtrip Tipps findet ihr übrigens in unseren weiteren Beiträgen über unsere Tour!)

Monument Valley Navajo Tribal Park Picture of a picture
Monument Valley Navajo Tribal Park Loo
Monument Valley Navajo Tribal Park Panorama
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An diesem Punkt steckten wir schon mitten in unserer Tour durch die Nationalparks im Westen der USA. Noch immer sind wir nicht müde von der abwechslungsreichen Landschaft und den vielfältigen Naturspektakeln. Unsere nächsten Ziele sind der Bryce Canyon Nationalpark (wir sagen nur Thors Hammer) und der Zion Nationalpark. Doch hierzu mehr in unserem nächsten Blog Post: Part III unserer Tour – wir sind schon dran. Beitrag kommt soon, very soon!

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