Mojave Desert Panorama View Sunset Header

Joshua Tree & Mojave Wüste | Nationalparks USA

11 Tage. 3.000 Kilometer. 8 Nationalparks. Part I: Joshua Tree Nationalpark & Mojave Wüste – knapp die Hälfte unserer Rundreise durch den Westen der USA haben wir damit verbracht, Nationalparks abzuklappern. Wir haben an Tag 3 Los Angeles verlassen und sind gen Osten gefahren. Unsere Ziele: der Joshua Tree Nationalpark und die Mojave Wüste (mit Zwischenstops in Palm Springs und Las Vegas).

Hier hat unser Abenteuer der tausend Landschaften begonnen. Selten haben wir eine so große Vielfalt und Abwechslung von Flora und Fauna, Klima, Land und Leute erlebt. Die Vielfalt und die Weite, die das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in dieser Region bietet, ist schlicht atemberaubend. Das Freiheitsgefühl auf den einsamen Straßen, deren Ende man am Horizont kaum ausmachen kann, einzigartig.

 Joshua Tree Park Road

selectedjungle-Tipps

Unsere Tour durch die Nationalparks war aber auch anstrengend und tough geplant – in nur drei Wochen die Highlights des Westens der USA zu sehen ist ein ehrgeizig gesetztes Ziel. Daher vorneweg einige grundsätzliche selectedjungle-Tipps:

Wenn ihr die Zeit habt, zwischendurch auch Pausen einzulegen – nehmt sie euch!

Wir sind in der Regel jeden Abend zum nächsten Tagesziel gefahren, um uns die Zeit dafür am nächsten Morgen zu sparen – wir sind beide keine Frühaufsteher, schon gar nicht im Urlaub 😉 – und  um  mehr Zeit in den Nationalparks zu verbringen. Es ist natürlich nicht jedermanns Sache nach so vielen neuen Eindrücken am Abend noch 2-3 Stunden Auto zu fahren und mitunter konnte es auch sehr ermüdend sein, wir haben uns allerdings ganz bewusst dafür entschieden, um in unseren 3-wöchigen Roadtrip möglichst viel sehen zu können – getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.  Allerdings kann man dies auch anders gestalten bzw. von vornherein mehr Zeit einplanen. 

California Highway Landscape

Besorgt euch den „Annual National Park Pass“!

Alle Nationalparks kosten Eintritt – bis auf die Mojave Wüste, da es sich hierbei um keinen offiziellen Nationalpark handelt. In den meisten Nationalparks ist die Eintrittskarte sieben Tage lang gültig und ihr könnt den Park in dieser Zeit beliebig oft besuchen. Leider haben wir viel zu spät erfahren, dass es einen “Annual National Park Pass” gibt. Der erlaubt euch, innerhalb eines Jahres alle Nationalparks der USA für einmalig 80$ zu besuchen – einzige Ausnahme auf unserer Tour: der Monument Vally Navajo Tribal Park, der im Navajo Gebiet liegt und von den dort lebenden Indianern betrieben wird. Hier muss separat bezahlt werden. Mit durchschnittlichen Eintrittskosten von 25-30$ pro Nationalpark lohnt sich der „Annual National Park Pass“ sobald man drei oder mehr Parks besucht. Seid schlauer als wir und besorgt euch das Kärtchen direkt bei eurem ersten Nationalpark.

On the Road from Los Angeles to Palm Springs and Joshua Tree National Park

Plant eure Route im Voraus, zumindest grob!

Dies dient nicht dem Ausmerzen des Abenteuers, doch könnt ihr euch somit ein wenig an den Übernachtungsmöglichkeiten orientieren. Das Land ist irre groß, häufig fährt man stundenlang ohne auch nur einer Siedlung – geschweige denn einer Stadt – zu begegnen. Dementsprechend kann es durchaus vorkommen, dass es nur vereinzelt Unterkünfte gibt und diese natürlich wahnsinnig teuer sind („Highlight“ auf unserem Trip: knapp 200$ für 1 (!!!) Nacht in einem 0815-Motel auf dem Weg ins Monument Valley).

California Highway Windmills

Wie gesagt, gestartet haben wir den ersten Teil unserer National Park Tour im Joshua Tree Park und der Mojave Wüste (mit Zwischenstops in Palm Springs und Las Vegas). Wir haben auf unserer Reise viel erlebt und viel gesehen. Um euch einen guten Überblick über die Spots zu verschaffen, folgen hier unsere Impressionen, Touren und weitere Tipps.

Joshua Tree Nationalpark 

Der Joshua Tree Nationalpark liegt gut zwei Autostunden von Los Angeles entfernt. Die Fahrt dorthin führt durch ein Meer an Windrädern im Coachella Valley. In den Park kann man am einfachsten über die Eingänge im Westen oder im Süden gelangen. Hindurch führt eine gut ausgebaute Straße, die beide Eingänge verbindet. So bietet sich eine Tour quer durch den Park an. Wir haben hierfür – inklusive aller Stops, kurzer Hikes und Pausen – ca. 5 Stunden benötigt, fährt man straight durch den Park durch ist man nach 1-2 Stunden wieder raus.

selectedjungle-Tipp

Wenn ihr vorhabt nicht einfach nur durch den Park durchzusausen: ausreichend Wasser und Proviant einpacken, da es im Park zero Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Joshua Tree Park Landscape

Man kann ganz klar sagen – der Park ist durch die Nähe zu L.A. und San Diego längst kein Geheimtipp mehr, dennoch lohnt es sich. Wir waren absolut begeistert von unserer Tour durch Wüste, Yucca- und Steinwälder. Die Landschaft verändert sich gefühlt mit dem Rhythmus der Autoreifen. Von der Sonora Wüste im Süden des Parks gelangt man entlang der Hauptstraße an die angrenzende Mojave Wüste im Norden. Vorbei an Kakteen, Yucca-Palmen und natürlich den Joshua Trees, den Namensgebern des Parks.
Hättet ihr’s gewusst? Der Joshua Tree ist eigentlich kein Baum, sondern ein Agaven- oder Yukkagewächs. Und den Namen verdankt er seiner Form – die ursprünglich durch die Gegend wandernden Mormonen erinnerte der Baum an den Propheten Joshua, daher der Name. Also, wieder etwas gelernt hier! 

Joshua Tree Park Panorama
Joshua Tree Park Tree Closeup
Joshua Tree Park Trees
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To cut the long story short – der Park ist riesengroß und bietet unendlich viele Möglichkeiten zu wandern, zu klettern, zu campen oder einfach seinen Offroad-Träumereien nach zu kommen. Problemlos könnte man hier Tage verbringen. Daher haben wir euch unsere Spots kompakt aufgelistet und unsere Highlights hervorgehoben.

5 Stunden. 1 Park. 1.000 Erinnerungen (und Bilder!)


Cottonwood Visitor Center

Wie bereits gesagt, haben wir unsere Tour durch den Joshua Tree Nationalpark im Süden begonnen. Erster Stop: Cottonwood Visitor Center. Hier kauft ihr den Park-Pass (oder den „Annual National Park Pass“) und erhaltet nochmals Infos aus erster Hand oder auch einfach nur eine Karte für den Park.
selectedjungle-Tipp: Nehmt euch immer die Karten mit! In vielen Parks habt ihr kaum oder gar keinen Empfang, also kein Internet, um euch zu orientieren)

Joshua Tree Park Panorama Road and Car
Joshua Tree Park Landscape
Joshua Tree Park Tree Portrait
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Cholla Cactus Garden

Weiter auf der Hauptstraße durch den Park sind wir Richtung Cholla Cactus Garden gefahren. Auf dem Weg haben wir kleinere Stops gemacht, ganz nach Bauchgefühl und der Nase lang. Der Cholla Cactus Garden selbst gleicht einem Meer an Teddy Bear Cholla Kakteen. Das ist wohl der längste Abschnitt im Park ohne größere Trails oder Parkplätze, dennoch absolut sehenswert.

Joshua Tree Park Cholla Cactus View
Joshua Tree Park Cholla Cactus
Joshua Tree Park Cholla Cactus Scenic
Joshua Tree Park Cholla Cactus Sky
Joshua Tree Park Cholla Cactus Closeup
Joshua Tree Park Cholla Cactus Small
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Arch Rock

Die beeindruckenden Felsformationen von Arch Rock waren unser nächster Stopp. Nur unweit des Cholla Cactus Garden erscheinen plötzlich am Straßenrand die immensen, markanten Gesteine und man fühlt sich ein wenig wie auf einem Spielplatz für Riesen. Hier haben wir eine kleine Pause eingelegt, sind nach Herzenslust die Felsen hinauf- und umhergeklettert und haben schlichtweg den Anblick genossen.

Joshua Tree Park Viewpoint
Joshua Tree Park Arch Rock
Joshua Tree Park Arch Rock Street
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Skull Rock

An der Kreuzung Pinto Basin Rd./ Park Blvd. (gut, so ziemlich die einzige Kreuzung im ganzen Park, ihr könnt sie also nicht verpassen) ging es links Richtung Skull Rock Stop. Der Name ist Programm – auch hier haben uns riesige und sehr außergewöhnliche Gesteinsformationen erwartet, ganz vorne natürlich der Namensgeber – ein übergroßer, schädelförmiger Felsbrocken, der wieder einmal beeindruckend zeigt, wozu die Natur alles fähig ist. Überhaupt fragt man sich als Nicht-Geologe permanent, wie diese überdimensionalen Felsen eigentlich hier gelandet sind (für Geologen liegt das wahrscheinlich klar auf der Hand).

Joshua Tree Park Skull Rock
Joshua Tree Park Skull Rock Viewpoint
Joshua Tree Park Skull Rock Portrait
Joshua Tree Park Skull Rock Landscape
Joshua Tree Park Skull Rock Helena Closeup
Joshua Tree Park Skull Rock Climbing
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Keys View

Für den nächsten Aussichtspunkt ging es dann ein paar Höhenmeter hinauf (don’t worry, es gibt eine befestigte Straße bis kurz vor den höchsten Punkt, also keine Bergbesteigung notwendig). Dennoch lohnt sich der Aussichtspunkt Keys View ganz besonders, so ist es doch der beste Spot, um über das Coachella Valley zu blicken. Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter, unsere Sicht war einmalig.

Joshua Tree Park Keys View Viewpoint
Joshua Tree Park Keys View Peak
Joshua Tree Park Keys View Lookout
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Barker Dam Loop

Anschließend ging es weiter Richtung Barker Dam Loop – wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen kurzen, sehr gut machbaren Trail (ca. 1,7 km Rundweg). Der Trail führt durch die Wüstenlandschaft hin zu einem ehemaligen Damm, daher auch der Name. Na gut, der Damm ist heute eher noch ein kleines “Dämmchen” und nicht wirklich sehenswert. Dennoch ist der Trail eine schöne Möglichkeit, durch die einmalige Natur zu streifen und etwas abseits von Touristen eigene Pfade zu erkunden.

Joshua Tree Park Barker Dam Loop Trees
Joshua Tree Park Barker Dam Loop View
Joshua Tree Park Barker Dam Loop
Joshua Tree Park Barker Dam Loop Trail
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Hidden Valley

Zu guter Letzt haben wir noch das Hidden Valley besucht. Auch hier gefühlt wieder eine komplett andere Vegetation. Dies war auch unser letzter Stop. Anschließend sind wir weiter gen Westausgang gefahren.

Joshua Tree Park Hidden Valley Viewpoint
Joshua Tree Park Hidden Valley Landscape
Joshua Tree Park Hidden Valley Portrait
Joshua Tree Park Hidden Valley
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Palm Springs

Nach unserer Tour durch den Joshua Tree Nationalpark, haben wir unser Nachtquartier im kleinen Wüstenort Palm Springs bezogen. In der Heimat zahlreicher wohlhabender Mitbürger gehobenen Alters gibt es eigentlich nicht viel zu tun, außer am Pool zu entspannen, mit Fahrrädern durch die Straßen zu cruisen und – Achtung selectedjungle-Food-Tipp – den besten Bacon der Welt zu essen. Ein absoluter Must-Taste!

Palm Springs Bike Tour

Solltet ihr also das Vergnügen haben, zu Frühstückszeiten in der Palmenstadt zu sein, besucht den beliebten Frühstücksspot Cheeky’s. Neben deliziösem French Toast, frischen Smoothies und crunchy Waffeln, bietet das Lokal auch den berühmten Bacon Flight an. Dahinter steckt ein Teller voller Sünden – Bacon in mehr Varianten als wir uns vorstellen konnten (okay, ehrlicherweise haben wir uns noch nicht allzu viele Gedanken über die Zubereitung von Bacon gemacht). Wir sagen an dieser Stelle nur: Apfel-Zimt, Citrus-Zucker, Jalapeno und Parmesan-Pfeffer.

Palm Springs Biking

Unser Ritt durch die Mojave Wüste

Am Tag nach unserer Tour durch den Joshua Tree Nationalpark hatten wir uns ursprünglich vorgenommen, gegen Mittag durch die Mojave Wüste zu fahren und am Abend bei Sonnenuntergang in Las Vegas einzutreffen. Wie gesagt ursprünglich. Wäre da nicht unsere Autopanne gewesen. 

Eine kleine, aber nicht unbedeutende Schraube steckte in unserem Autoreifen und hatte uns einen schönen Plattfuß beschert. Trotz 1A-Customer-Service – ja, das können die Amerikaner wirklich – hat uns das ca. 4 Stunden in unserem Plan nach hinten geworfen. Und da wir, wie wahrscheinlich viele USA-West-Coast-Neulinge die Entfernungen doch schrecklich unterschätzt haben, sind wir letztendlich erst am frühen Abend, kurz vor Sonnenuntergang in der Mojave Wüste gelandet. Wie wir feststellen konnten, ein Glücksfall. Denn die sogenannte “Golden Hour” in der Mojave Wüste war etwas ganz Besonderes, ja sogar Magisches.

Mojave Desert Road

Wir sind durch den Südeingang über den Needles Fwy. an der Kreuzung zur Kelbaker Rd. in den Park gelangt. Nun ja, eigentlich ist es eher ein Schutzgebiet des National Park Service – es fallen auch keine Eintrittskosten an.

Da wir leider knapp in der Zeit lagen und zum Sonnenuntergang an den Kelso Dunes – riesige, sich durch das Reservat ziehende Sanddünen inmitten der Mojave Wüste – sein wollten, haben wir den ersten Teil des Parks schnell hinter uns gelassen. Belohnt wurden wir aber mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang an den Kelso Dunes. Einsam. Verlassen. Absolute Stille. Nur wir und die Natur. Der Moment war einmalig, die Stimmung und das zarte orangefarbene Licht schlichtweg umwerfend. Aber überzeugt euch selbst!

Mojave Desert Kelso Dunes Sunset
Mojave Desert Kelso Dunes View
Mojave Desert Kelso Dunes Landscape
Mojave Desert Kelso Dunes Golden Hour
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Nach diesem ganz besonderen Sonnenuntergang, stand Kontrastprogramm an und wir haben uns über die Morning Star Mine Rd. und den Mojave Fwy. in Richtung Las Vegas aufgemacht.

Mojave Desert Street Sign

Las Vegas

Da wir keine großen Fans von der glitzernden Wüstenmetropole sind, bekommt sie auch nicht mehr als einen kurzen, letzten Abschnitt in unserem Blogbeitrag. Die Stadt ist laut, touristisch, teuer, unauthentisch, schillernd – aber nicht in gutem Sinn – und an jeder Ecke trifft man auf überschwappenden Luxus und das reine Wetteifern nach mehr, höher, weiter.

Las Vegas Fremont Street

Ein Highlight haben wir aber in der Stadt der Sünde doch noch gefunden: das Neon Museum im Norden der Stadt. Das Museum ist ein Friedhof für alte und ausgediente Neon-Schilder und steht für die Vergänglichkeit der glitzernden Straßen Las Vegas’. Und so ganz nebenbei bieten die ausrangierten Schilder auch super Fotomotive.

Neon Museum
Neon Museum Stardust
Neon Museum Sky
Neon Museum Signs
Neon Museum Queen of Hearts
Neon Museum Motel Sign
Neon Museum Minimart
Neon Museum Las Vegas Club
Neon Museum La Concha
Neon Museum Jackpot Motel
Neon Museum Golden Nugget
Neon Museum Caesars Palace
Neon Museum Arrow Sign
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selectedjungle-Tipp

Das Museum könnt ihr nur im Rahmen einer geführten, ca. 40-minütigen Tour besuchen. Die Guides sind Locals und können die Geschichten hinter den Neon-Schildern sowie Anekdoten aus der Geschichte des Zocker-Mekkas erzählen. Auch wenn wir keine Museums-Fanatiker sind, können wir diesen kurzen Ausflug in jedem Fall empfehlen. Da das Museum zunehmend beliebter wird, solltet ihr besser einen Timeslot vorab buchen, da die Plätze begrenzt sind. (Weitere selectedjungle West Coast Roadtrip Tipps findet ihr übrigens in unseren weiteren Beiträgen über unsere Tour!)

4 Tage. 2 Parks und 1x Versenkung in Las Vegas und wieder zurück. Danach ging es weiter Richtung Kindheitstraum: Grand Canyon. Was wir hier gesehen und erlebt haben und welche Tipps wir für die weitere Reise für euch parat haben, erfahrt ihr in Part II unserer National Park Tour – coming soon. 

euer selectedjungle

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