Salar de Uyuni Sunset Horizon

Salar de Uyuni | Tour durch die größte Salzwüste der Welt

Der Salar de Uyuni ist vielen bekannt durch die auffälligen Fotomotive und Perspektivspiele. Doch ist der weltweit größte Salzsee noch so viel mehr als nur eine tolle Fotolocation. Atemberaubend. Totenstill. Spektakulär. Schier endlos. Für uns war es mit eines der schönsten Erlebnisse unserer Reise durch Südamerika. 

Was wir dort erlebt haben und jede Menge Impressionen, gibt es hier. 


Selected Quicklinks

Reisezeit | Getting Around | Highlights


Die ideale Reisezeit 

Die beste Reisezeit für den Salar de Uyuni ist März bis Dezember. Im Januar und Februar ist Regenzeit und somit das Wetter häufig schlecht. Zudem stehen große Teile der Salzwüste unter Wasser und sind größtenteils nicht begehbar. 

Aber, und ja das ist ein großes Aber. Genau diese teilweise überfluteten Stellen können eine ganz eigene Faszination ausstrahlen. 

Wir selbst waren Ende Januar und damit genau in der Regenzeit dort. Und es war die beste Entscheidung überhaupt. Denn wir hatten Glück und haben sowohl die ausgetrocknete Salzwüste sowie überflutete Stellen sehen können. Der teilweise sehr niedrige Wasserspiegel – an manchen Stellen nur ein paar Zentimeter hoch – erlaubt die Begehung des Salzsees, in dem sich der Himmel spiegelt und am Horizont mit der Erde verschmilzt. Ein absolut magisches und unglaubliches Spektakel.

Getting Around

Salar de Uyuni kann grundsätzlich auf drei unterschiedliche Arten erkundet werden: mit dem eigenen Wagen, per Taxi oder per Tour in einem Jeep inklusive lokalem Guide. 

In der Salzwüste gibt es weder Beschilderung noch sonstige Anhaltspunkte zur Orientierung. Keine Mobilnetz, keine Tankstellen oder sonstige Annehmlichkeiten. Vor allem inmitten der Wüste ist es somit fast unmöglich sich sicher durch den Salar de Uyuni zu navigieren. Darum kam diese Option für uns nicht in Frage und wir würden sie auch keinem Ortsunkundigen empfehlen. 

Wer nur wenig Zeit mitbringt oder partout keine Tour machen möchte, kann sich auch von einem lokalen Taxifahrer an den Rand der Salzwüste fahren lassen. Von hier aus kann man weiter in die Wüste laufen und das salzige Weiß erkunden. Da aber auch zu Fuß die Orientierung schwierig und somit die Gefahr sich zu verirren hoch ist, sollte man definitiv nah am Rande der Salzwüste bleiben. Bei einer Fläche von mehr als 10.000 qm, ist mehr als ein Reinschnuppern allerdings sowieso nicht möglich. So bleiben einem leider auch die Hotspots der Salzwüste verborgen.

Eine Variante zu gefährlich, die andere Option zu limitiert. Somit war die Entscheidung gefallen. Auch wenn wir keine Fans von geführten Touren sind und grundsätzlich lieber auf eigene Faust losziehen, haben wir für den Salar de Uyuni eine Ausnahme gemacht. Und eines sei vorab verraten: Die Entscheidung war goldrichtig. 

1 Tages- vs. 3 Tage-Tour

Wie in jeder mittel bis sehr touristischen Gegend stapeln sich auch in Uyuni die Tourenanbieter. Die Touren sind letztendlich aber alle dieselben. Hauptfrage, die sich jeder Reisende stellen muss, bezieht sich daher auf die Dauer der Tour. Die Region rund um den Salar de Uyuni ist schier endlos. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, dass man vermutlich Wochen unterwegs sein könnte. Dennoch haben sich sowohl die 1-Tages- als auch die 3-Tage-Touren bei den Touristen durchgesetzt. 


1-Tages-Tour

Zugfriedhof. Salzwüste. Lunch im Salzhotel. Isla Incahuasi. Salzwüste im Wasser. Mehr Details gibt’s hier.

Kosten: ca. 25-60 € (je nach Anbieter)

3-Tage-Tour

An Tag 1 klappert man dieselben Spots wie bei der 1-Tages-Tour ab. An Tag 2 und 3 geht es weiter Richtung Hot Springs, Lagunen, Vulkane & Geysire.

Kosten: ca. 120 – 230 € (je nach Anbieter, Übernachtungen und Verpflegung i.d.R. inklusive)

Wir haben uns aufgrund der Kosten und des Zeitfaktors für die 1-Tages-Tour entschieden. Die eintägige Tour haben wir bei dem Anbieter Andes Salt Expeditions gemacht. Von ca. 11-20 Uhr waren wir mit einem Jeep im Salar unterwegs und haben mit insgesamt vier weiteren Reisenden und unserem Guide den Tag dort verbracht. 

Highlights unserer Tagestour

Zugfriedhof

Wie alle Touren, startete auch unserer Tour am Zugfriedhof nur ein paar Fahrminuten von Uyuni entfernt. Und wie alle Touren stoppten wir hier für ca. 20 Minuten. Wie man sich vorstellen kann, waren wir alles andere als alleine an diesem Ort. Schade eigentlich, denn die Location hat durchaus Charme. Hier stehen alte Eisenbahnwagons verlassen und verrostet inmitten karger und wüster Landschaft. Perfekt zum Klettern, entdecken und kraxeln. 

Aber wie gesagt, dank der Touristenmassen auch ein Punkt, den man gerne und schnell abhaken kann. 

selectedjungle-Tipp

Aufgrund der Nähe zu Uyuni kommt man hier auch in 20 Minuten gut zu Fuß hin. Am besten am Nachmittag oder zum Sonnenuntergang, dann kann man die Location wahrscheinlich fast für sich alleine genießen.

Kurzer Zwischenstopp in Colchani

Weiter geht es nun in Richtung Salar. Die Salzwüste ruft. Doch vorher noch ein kleiner Zwischenstopp in Colchani auf den örtlichen Souvenirmarkt. Naja, schon verständlich, dass auch die Locals etwas von den Touristenmassen abhaben möchten. Zwei kitschige Lama-Magnete für den heimischen Kühlschrank später geht es aber nun wirklich in die Salzwüste. 

Salzwüste

Unser Guide fährt zielstrebig auf die trockene Salzkruste zu, tief in die Wüste. Da die Wüste so riesig ist, klappt es auch gut in weiter Distanz zu den übrigen Autokaravanen zu bleiben.

Nach einigen Minuten Fahrt durch die Wüste ist es endlich so weit. Am Horizont sind jegliche Zeichen auf Zivilisation außerhalb des Salar verschwunden. Nichts und niemand ist zu sehen. Aussteigen. Und…einfach nichts. Unbeschreiblich das Gefühl, einfach nichts zu hören. Kein Ton. Kein Mucks. Außer der eigene Atem. Wir hatten hier ungefähr 30 Minuten Zeit, um Fotos zu machen und die Weite und Ruhe zu genießen. 

Isla de Incahuasi

Danach ging es weiter. Vor unserer Tour war nicht klar, ob wir bis zur Kakteeninsel Isla de Incahuasi fahren können. Unsicher, wegen der Wetter- bzw. Wasserverhältnisse in der Salzwüste. Doch wir hatten Glück und stoppten nach weiteren 30 Minuten Fahrt durch die Wüste am Rande der Kakteeninsel.

Vor uns ein unwirklicher Anblick. Weit und breit nichts als weiße Salzkrusten, bis zum Horizont. Und vor uns ragt eine kleine aber feine Insel aus dem Boden. Über und über bedeckt von meterhohen Kakteen. Ein kleiner Rundweg führt zum Gipfel der Insel und ermöglicht einen unfassbar schönen Blick auf die einmalige Landschaft. 

Salzsee

Weiter ging es zum Grande Finale. Wir ließen die Kakteeninsel hinter uns, bis nichts mehr als weiße Salzwüste zu sehen war. Und dann plötzlich, zunächst nur leicht am Horizont zu erkennen, kommt es immer näher. Auf dem Boden ist ein kleiner Wasserspiegel auszumachen. Bedingt durch die Regenzeit. Je näher wir kommen desto deutlicher werden die Spiegelungen.

Wir halten an und steigen aus. Und können kaum fassen, was wir zu sehen bekommen. Die Sonne steht tief. Der Sonnenuntergang spiegelt sich entlang des Horizonts im Wasser des Salzsees. Himmel und Erde verschmelzen am Horizont. Ein unglaubliches Farbspektakel. Und wir mittendrin. Der Anblick ist unfassbar. Einmalig. Gänsehaut.

Salar de Uyuni – Lohnt es sich?

Ja, ja und nochmals Ja. Wie bereits am Anfang gesagt, zählt das Erlebnis Salar de Uyuni schon jetzt zu unseren absoluten Highlights unserer Reise durch Südamerika. Die Salzwüste ist ein wahres Naturspektakel und absolut einmalig. Das Städtchen Uyuni selbst dagegen ist eher unspektakulär und rustikal. Unterkünfte wie Restaurants. 

Weitere Reiseberichte über Bolivien und einen detaillierten Länderguide findet ihr auf unserer Bolivien-Übersichtsseite.

Weitere Reiseberichte über Bolivien und einen detaillierten Länderguide findet ihr auf unserer Bolivien-Übersichtsseite.

Falls ihr selbst bald einen Trip zur größten Salzwüste der Welt plant oder Fragen habt, meldet euch bei uns. Wir freuen uns über eure Kommentare, Fragen und Anregungen.

euer selectedjungle


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  1. Hey,

    auch hier vielen Dank für eure hilfreichen Infos!
    Wir haben die 1-Tagestour während unserer letzten Tage in Südamerika gemacht und es war auch für uns ein absolutes Highlight. 🙂
    Zwar haben wir nicht die Isla de Incahuasi gesehen, aber wir waren sehr zufrieden mit unserer „Red Planet“ – Tour, aufgrund der sehr guten Guides und der sehr relaxen Atmosphäre.

    Beste Grüße nach Mexiko!
    Simberley

    • selectedjungle

      Hi,
      super, das freut uns! Salar de Uyuni hat uns auch einfach umgehauen!!!
      Ganz liebe Grüße jetzt aus Belize und euch noch viel Spaß in Australien.
      Julian & Helena

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