Skandinavien Roadtrip | Mit dem Bus durch Dänemark und Schweden

Es geht in neue Gefilde für uns: Mit unserem geliebten Zuhause auf vier Rädern reisen wir durch Dänemark und Schweden. Wir haben zwei Wochen Zeit, das perfekte Spätsommerwetter und viele Pläne im Gepäck – von Stellplätzen an einsamen Waldseeen über Sonnenuntergänge in nordischen Dünenlandschaften bis hin zu einem kurzen Abstecher in die dänische Hauptstadt Kopenhagen. 

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Vanlife Tipps | Dänemark | Schweden

Für uns beide sind Dänemark und Schweden neue Reiseziele. Wir lieben es, neue Kulturen, Landschaften und Menschen kennenzulernen. Und die beiden skandinavischen Länder haben einiges zu bieten. Wir verlieben uns in die endlose Weite dänischer Küstenlandschaften, die mystischen Wälder Schwedens und das tägliche Kanelbulla-Ritual am Morgen. 

Vanlife Tipps für Dänemark und Schweden

Vor jeder Reise mit dem Bus informieren wir uns über die Begebenheiten vor Ort. Ist Wildcampen erlaubt? Gibt es eine gute Camping- und Wohnmobilinfrastruktur? Wie können wir Stellplätze finden?

Schweden und Dänemark bieten in großen Teilen genau das, was entspanntes Vanlife ermöglicht: endlose Weiten, geringe Besiedlung, unendlich viel Natur und Platz. 

Dänemark

Wildcampen ist offiziell nicht erlaubt in Dänemark. Allerdings darf man für eine Nacht überall stehenbleiben und sich auf die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit berufen. Das bedeutet aber auch, dass man kein Campingverhalten an den Tag legen und es sich somit außerhalb des Vans nicht allzu gemütlich machen sollte. Für weitere Informationen achtet man am besten auf die lokale Beschilderung. Wir haben für unsere Stellplatzsuche, wie immer, die App Park4Night genutzt. Hier sind meistens weitere Informationen zu den Stellplätzen hinterlegt. 

Schweden

Das Land ist der wahrgewordene Traum für alle Vanlifer. Denn hier gilt das sogenannte „Jedermannsrecht“. Jeder Platz in der Natur, der nicht offenkundig ein Privatgrundstück ist oder für die Landwirtschaft genutzt wird, kann als Stellplatz genutzt werden. An vielen Plätzen, die wir auch meist über die App Park4Night ausfindig gemacht haben, gibt es sogar Lagerfeuerstellen und vereinzelt öffentliche Toiletten. Somit ist nur noch das oberstes Gebot zu beachten, keinen Müll zu hinterlassen und den Platz aufgeräumt wieder zu verlassen. 

Bitte beachten: Die obengenannten Informationen haben wir basierend auf eigener Recherche und Erfahrung zusammengetragen und sind keineswegs rechtlich verbindlich. 

Los geht’s nach Dänemark | Von Rømø nach Skagen

Nordseeküste, Dünenlandschaft und Leuchttürme – Dänemark ist nicht unbedingt groß und vielfältig, aber doch so schön. Für uns ist Dänemark das erste Land auf unserem Roadtrip durch den Norden Europas. Das heißt, das erste Mal mit Willi, unserem Bus, an den Strand fahren und wieder ankommen im Vanlife. 

Von Rømø…

Kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze, nur drei Kilometer von der beliebten Nordseeinsel Sylt entfernt, liegt Rømø. Eine kleine und wunderschöne dänische Idylle mit Reethäusern, Dünen und kilometerlangen Sandstränden. 

Das Highlight für uns ist definitiv der Autostrand. Auch wenn man hier nicht übernachten darf – von 21 bis 7 Uhr gilt hier ein Parkverbot – kann man einen ganzen Tag mit dem Bus am Strand verbringen. Im Bett liegen, die Sonne scheint durch die offene Hecktür ins Gesicht, die Meeresbrise bläst einem um die Nase. Ein perfekter Start in unsere Reise. 

selectedjungle-Tipp: Übernachtet haben wir direkt auf einem Parkplatz hinter der Zufahrt zum Strand. Hier gibt es sogar öffentliche Toiletten (Gebühr: 20 ct). Für eine Nacht ist der Stellplatz völlig in Ordnung und man kann morgens bequem direkt wieder an den Strand fahren. 

…durch den Nationalpark Thy…

Der größte Nationalpark Dänemarks ist bekannt für seine wunderschöne Dünenlandschaft, das Hawaii des Nordens und ein Wildtierreservat. Wir fahren ungefähr auf Höhe des Besucherzentrums in Stenbjerg in den Park und steuern in Richtung Norden. Dort genießen wir die wunderschöne Szenerie, die Natur, die Farben der Landschaft. 

selectedjungle-Tipp: Eigentlich gehören Windmühlen nach Holland, aber wir haben trotzdem ein wunderschönes Exemplar in Faddersbøl gefunden. Ein Abstecher lohnt sich beim Besuch in den Nationalpark in jedem Fall. 

Wir fahren weiter entlang der Dünen, weiter nach Kiltmøller. Eigentlich sind wir auf der Suche nach Smørrebrød, gefunden haben wir aber einen kleinen, belebten Surferort. Kiltmøller ist auch bekannt als Hawaii des Nordens und ist der Hotspot der Surferszene im Norden Skandinaviens. Die Promenade lädt ein zum Schlendern, von hier hat man den perfekten Blick, um den Profis beim Wellenreiten zuzuschauen. 

Ganz in der Nähe von Kiltmøller befindet sich das Hanstholm Wildreservat. Mit viel Glück können Besucher hier freilaufendes Wild und zahlreiche Vogelarten entdecken. Den besten Blick dafür hat man vom Vogelturm in Sarup. Auch wenn wir selbst keine Tiere erspähen konnten, so hat sich der kleine Umweg schon für den märchenhaften Waldspaziergang und die Aussicht gelohnt. 

…zum nördlichsten Punkt Dänemarks

Und dann fahren wir weiter entlang der Nordküste Dänemarks. Skagen ist unser nächstes und letztes Ziel in diesem Land. Hier treffen Nord- und Ostsee aufeinander. Vom Parkplatz direkt hinter den Dünen läuft man ca. 30 Minuten den Strand entlang in Richtung Landzunge, die beide Meere miteinander verbindet. Dort wartet ein ganz besonderes Naturschauspiel auf uns. Die Wellen kommen von links und rechts, treffen aufeinander, der Wind bläst von allen Seiten, Sand wird in kleinen Windhosen aufgewirbelt. Eine raue und wilde Landschaft, die fasziniert. 

Eine toller Abschluss bevor es für uns in Richtung Fähre, in Richtung Osten, in Richtung Schweden geht. Wir fahren nach Frederikshavn und nehmen am Abend die Fähre nach Göteborg. 

selectedjungle-Tipp: Die Fährtickets sollte man idealerweise ein paar Tage vor Abfahrt buchen, das spart Kosten. Für zwei Personen und einen Bus haben wir ca. 100 Euro bei dem Anbieter Stenaline bezahlt. Die Überfahrt dauerte etwas mehr als drei Stunden.

Weiter nach Schweden | Von Göteborg nach Malmö

Endlose Wälder, Seenlandschaften und Kanelbullas (aka Zimtschnecken) – schon viel haben wir über Schweden und das Reisen im Land der roten Holzhäuschen gehört. Wir freuen uns auf ganz viel Zeit inmitten der Natur, einsame Waldstellplätze und nordische Gemütlichkeit. 

Von Smögen…

Nicht unbedingt auf unserer Route liegt Smögen. Ein kleines Fischerdorf, das bei Touristen für seine bunten Holzhäuser und einen kilometerlangen Steg bekannt ist. Wir nehmen den Umweg in Richtung Norden in Kauf und werden nicht enttäuscht. Denn Smögen liegt in der unwirklichen Schärenlandschaft der Westküste Schwedens. Zerklüftete Felsenküste, Meeresarme durchdringen das Land und mittendrin liegt ein wunderschönes Dörfchen: Smögen.

Wir haben Glück – wir besuchen den Ort Mitte September, Nebensaison in Schweden. Und haben diese wunderschöne Szenerie fast für uns alleine. Wir klettern über die Felsenlandschaft, schlendern entlang der Holzhäuschen und sind schon jetzt ein bisschen verliebt in dieses neue Land. 

…durch Smaland…

Wir verlassen die Küste und reisen ins Landesinnere. Denn wir sind auf der Suche nach Natur, einem Waldsee, einsamen Wanderwegen, ein bisschen Spätsommersonne und ganz viel Ruhe. Mit mehr als 96.000 Seen in Schweden keine große Herausforderung. Unsere Lieblingsstellplätze haben wir am Fängen See südlich von Jönköping und am Immeln See bei Osby gefunden. 

Unser Roadtrip durch die wunderschöne Seenlandschaft Südschwedens führt uns auch vorbei an der Elch Safari Smalandet Moose Safari. Die Tiere haben hier ein großes, umzäuntes Gebiet nur für sich, Besuchern ist es erlaubt mit dem eigenen PKW auf vorgegebenen Wegen durch das Gehege zu fahren und die Elche zu beobachten. Die mächtigen Tiere aus nächster Nähe zu sehen ist ein besonderer Moment für uns. 

 …nach Skane

Skane ist die südlichste Region Schwedens, die Landschaft unterscheidet sich vom restlichen Land. Weniger Wälder, weniger Seen. Doch ist es hier auch deutlich wärmer, was für uns in den letzten Septembertagen das ausschlaggebende Argument ist, diese Gegend näher zu erkunden. 

selectedjungle-Tipp: Skane ist wunderschön und eine Reise wert. Wer mit dem Wohnmobil oder Van unterwegs ist, sollte vorab aber wissen, dass es in dieser Region Schwedens im Vergleich zum restlichen Land deutlich schwerer ist, frei zu stehen. Auch wenn das Jedermannsrecht wie überall in Schweden gilt, gibt es immer häufiger Protest von Einheimischen, die eigenhändig Verbotsschilder aufstellen oder Wildcamper proaktiv vertreiben. 

Die Gegend ist traumhaft, abwechslungsreich und bekannt für ihre kulinarische Vielfalt. Wir fahren von Kristianstad in Richtung Süden, nach Österlen, der Toskana Schwedens, vorbei an Hügellandschaften, Sandstränden und Küstenstädtchen. Dann halten wir in Simrishamm auf der Suche nach einem Pausensnack und werden bei der Bäckerei Byvägn Smrishamm fündig. Am Abend finden wir den perfekten Stellplatz mit Blick aufs Meer und fahren am nächsten Tag weiter nach Ystad, ein Traum aus Kopfsteinpflaster und Fachwerkhäusern. Wir genehmigen uns ein Frühstück im Café Söderberg & Sara Stenugnsbageri und genießen den letzten Tag in Schweden. 

Am nächsten Tag erreichen wir Malmö, überqueren die berühmte Öresund-Brück und landen in unserem letzten Ziel der Reise. 

Kopenhagen steht schon lange auf unserer Bucket-List und noch länger freuen wir uns darauf, die Stadt zu erkunden. Wir haben drei Tage für ausgiebige Stadtbummel, kulinarische Highlights und ganz viel Scandi-Flair. 

Unseren ausführlichen Reisebericht über die dänische Hauptstadt gibt es bald in einem separaten Blogpost. Stay tuned. 

Mit dem Van durch Dänemark & Schweden | Ein Fazit

Dänemark und Schweden sind zwei absolute Traumziele für einen Roadtrip mit dem eigenen Campervan. Wunderschöne Stellplätze, dänische Autostrände, schwedische Waldseen. Die endlose Weite, die Natur, die Ruhe – wir haben uns vielleicht ein kleines bisschen verguckt in die beiden Fleckchen Erde und werden definitiv wiederkommen! Für’s nächste Mal nehmen wir uns fest vor, in den Sommermonaten Juli oder August nach Skandinavien zu reisen, um noch mehr Sonne, noch mehr Natur, noch mehr Vanlife genießen zu können.

Seid ihr schon mal mit dem Campervan oder Wohnmobil in Dänemark und Schweden unterwegs gewesen oder plant vielleicht schon jetzt euren Trip für’s nächste Jahr? Schreibt uns in die Kommentare oder eine private Nachricht – wir freuen uns über jedes Feedback!

by selectedjungle 

  1. Emil Zimmermann

    Das ist ja sehr schön und interessant!!

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