Tayrona Nationalpark

Wilder Karibiktraum | Der Tayrona Nationalpark

Einmal Paradies und wieder zurück, bitte! Der Tayrona Nationalpark im Norden Kolumbiens steht so ziemlich auf jeder Kolumbien-Reiseroute. Der Park liegt an der atemberaubend schönen Karibikküste des lateinamerikanischen Staates. Hier gibt es nur Natur, kaum Zivilisation. Türkis-blaues Meer, weißer Sandstrand, Palmen zum Träumen so weit das Auge reicht! 


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Überblick | Highlights | Schlafmöglichkeiten | Packliste


Der Tayrona Nationalpark liegt circa eine Stunde von Santa Marta entfernt. Das Schutzgebiet ist um die 150 Quadratkilometer groß, bietet mitunter die schönsten Strände der Karibikküste, einsame Lagunen und sogar eine archäologische Stätte. Doch der Trip in den Tayrona Nationalpark will geplant sein – welcher Eingang ist der beste, welche Strände die schönsten und ist alles an einem Tag machbar oder sollte man doch besser vor Ort übernachten? 

Tayrona Nationalpark | Ein Überblick

Die Anreise

Meistens geht es von Santa Marta aus in Richtung Tayrona Nationalpark. Regelmäßig startet hier ein Bus vom Markt (Carerra 11 & Calle 11) und bringt euch innerhalb einer Stunde für ca. 5.000 Pesos an den Haupteingang des Parks. Wer einen dickeren Geldbeutel oder mehr Mitreisende hat, kann auch ein Taxi für circa 60.000 Pesos buchen. 

Der Eingang

Tatsächlich hat der Tayrona Nationalpark mehrere Eingänge. Welcher der „Richtige“ für euch ist, hängt ganz klar davon ab, was ihr sehen wollt. El Zaìno ist der Haupteingang. Hier steigen die meisten Touristen aus dem Bus aus, der Busfahrer schreit „Tayrona, Tayrona“. Also keine Chance, diesen Ausstieg zu verpassen. Von hier aus muss man schon die erste knappe Stunde laufen, um zum eigentlichen Beginn des Parks zu gelangen. Alternativ kann man für diese Strecke auch einen Shuttlebus für circa 2.000 Pesos buchen. 

Es gibt aber auch noch zwei weitere Eingänge: Palangana und Calabazo. Die beiden Eingänge sind auf der Route von Santa Marta kommend noch vor dem Haupteingang gelegen. Welchen Eingang man für welchen Teil des Parks am besten nutzt, seht ihr in der folgenden Übersicht. 

  • El Zaìno für Cañaveral, Arrecifes, Cabo de San Juan de Guía and Pueblito
  • Palangana für Neguanje, Gaycara and Playa del Muerto “playa cristal“
  • Calabaza als alternativer Eingang für Pueblito

Der Eintritt

Der Eintritt für den Park (Stand 2019) lag bei 63.000 Pesos, das entspricht nach aktuellem Wechselkurs circa 15 Euro.

Die Haupt- & Nebensaison

Auch wenn der Park und seine Strände nur per Fußweg zu erreichen und teilweise sehr abgelegen sind, zieht es doch viele Touristen in den Nationalpark. Insbesondere in der Hauptsaison. Diese sogenannten Peak Zeiten sind von 15. Dezember – 15. Januar, 15. Juni – 15. Juli, an den Oster- und allen weiteren Feiertagen. Außerhalb dieser Zeiträume ist es deutlich leerer im Park. 

Die Entscheidung | 1-Tages- vs. Mehrtägiger Trip

Die Frage aller Fragen – wie viel Zeit benötige ich für den Tayrona Nationalpark? Wie immer, ist das natürlich abhängig von eurer verfügbaren Reisezeit und eurer Lust darauf, im Park zu übernachten. Die vom Haupteingang am weitesten entfernten Ziele im Park, Pueblito oder Cabo de San Juan de Guía, sind in circa 3-4 Stunden per Fuß zu erreichen. Theoretisch also auch innerhalb einer Tagestour machbar. Wenn man andere Ziele, wie Arrecifes, erreichen will oder andere Eingänge, wie Palangana, nutzt, hat man sein Tagesziel unter Umständen auch schneller erreicht. Das Problem mit den Tagestouren sind unserer Meinung aber die Touristenscharen. Früh am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang ist es im Park am friedlichsten. Genau in diesen Momenten hat man die Chance, einen Strandabschnitt für sich zu haben, die atemberaubend schöne Natur um sich herum auszukosten, die Abgeschiedenheit zu genießen. Daher war für uns klar, wir wollen im Park übernachten und genau diese Momente erleben. 

Traumstrände & Dschungelglück | Unsere Highlights im Tayrona Nationalpark

Was gibt’s eigentlich im Park zu sehen? Der Park ist für seine wunderschönen Strände, Puderzuckersand, türkis-blaues Wasser, Palmenwälder und die archäologische Stätte des Volkes der Tayrona „Pueblito“ bekannt. Wir selbst haben den Weg vom Haupteingang El Zaìno bis zu Cabo de San Juan de Guía gewählt, vorbei an Cañaveral, Arrecifes und La Piscina. 

Cañaveral ist der erste Stop auf der rund 4-stündigen Wanderung. Der Strand zählt zu den kleinsten im Park. Bis auf eine kleine Stelle „La Piscinita“ ist Schwimmen hier aufgrund der Strömung nicht erlaubt. 

Arrecifes ist der zweite Strand nach Cañaveral. Auch hier ist Schwimmen nicht erlaubt. Zahlreiche Felsen und Korallen im Wasser machen die Stelle für Schwimmer sehr gefährlich. Dennoch bietet der große Strand ein wunderschönes Panorama mit wilder Karibikküstenkulisse. 

La Piscina liegt kurz vorm Ziel unserer Wanderung. Ein Traumstrand – perfekt zum Sonnenbaden, Schwimmen und Genießen. 

Cabo de San Juan de Guía ist der Endpunkt vieler Wanderungen im Tayrona Nationalpark. Das Kap des Parks bietet so ziemlich alles, was einen Karibiktraum ausmacht. Der perfekte Sandstrand, die perfekte Palme, das perfekte türkisfarbene Meer. Hier befindet sich auch ein Campingplatz und ein einfaches Restaurant.

Alles in allem sind die Wanderungen durch den Tayrona Nationalpark ein echtes Highlight. Die Wege führen durch Dschungel, vorbei an Aussichtspunkten auf die karibische Landschaft über Traumstrände und durch Palmenwälder. Das Gelände selbst ist bis auf ein paar Treppen unterwegs nicht besonders anspruchsvoll. Aufgrund des feuchten und heißen Klimas wird die knapp 4-stündige Wanderung aber trotzdem anstrengend. 

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Im Park selbst gibt es auch eine spannende archäologische Stätte. La Pueblito. Diese ist von Cabo de San Juan de Guía circa 2 Stunden Fußmarsch entfernt. Die Wanderung scheint etwas anstrengender zu sein, da ein paar Höhenmeter überwunden werden müssen. Aber für La Pueblito soll es sich lohnen. Leider haben wir uns davon nicht selbst überzeugen können, da der Weg dorthin versperrt war, als wir den Park besuchten. Wer aber vor Ort ist und die Zeit hat, kann sich den Tipp ganz oben auf die Tayrona-To-Do-Liste schreiben. 

Zelt, Hängematte oder doch die Strandhütte – wo übernachten im Tayrona Nationalpark?

Viele Besucher entscheiden sich für einen mehrtägigen Besuch des Tayrona Nationalparks. Doch wo am besten übernachten? Auch wenn der Komfort im Park aufgrund der fehlenden Straßen und Zivilisation sehr reduziert ist, gibt es doch ein paar Optionen. 

Das meistbesuchte Ziel im Park ist sicher Cabo de San Juan de Guía. Auch für uns war dieser Ort das Ziel unserer Wanderung. Hier gibt es zwei Optionen der Übernachtung. Entweder in rustikalen Zelten, direkt am Strand. Oder in Hängematten, direkt auf den Felsen am Kap. Eine kleine hüttenartige Überdachung sorgt hier für den nötigsten Schutz. 

Für uns war schnell klar, es geht ab auf die Hängematte. Nach unserer Erfahrung in der Hängematte über den Amazonas zu schippern, war klar, das machen wir nochmal! Und die Hütte auf den Felsen sah romantisch, gemütlich und einmalig aus. Doch an dieser Stelle plaudern wir mal aus dem Nähkästchen: So romantisch wie die Hütte auch aussieht, so ungemütlich, windig und feucht-nass war es in den Hängematten dort oben. Wer sich also für diese Schlafmöglichkeit entscheidet, sollte vorher passende Kleidung mitbringen. Egal, wie heiß es tagsüber im Park auch sein mag, nachts wird es kalt und feucht, besonders direkt über der Gischt des Meeres. Wir waren leider nicht ganz so clever und hatten schlichtweg zu wenig Klamotten dabei. 

Glücklicherweise konnten wir aber spontan in eines der Zelte umziehen, wo wir die zwei Nächte im Park verbringen konnten. Die Zelte sind sehr rustikal ausgestattet. Letztlich liegen zwei Matratzen drin, den Rest muss man selbst mitbringen. Die sanitären Anlagen vor Ort kommen mit ein paar Duschen und Toiletten auch eher rustikal daher. Für ein paar Tage lässt es sich hier aber allemal gut aushalten. Und das Karibikpanorama beim morgigen Öffnen der Zelttür entschädigt für alle etwaigen Unannehmlichkeiten ohnehin!

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Wer keinesfalls auf Komfort verzichten möchte, hat immer noch die Möglichkeit beispielsweise in Canaveral, Strandhütten zu beziehen. Diese Hotelanlagen sind sehr beliebt, oft weit im Voraus ausgebucht und auch nicht gerade günstig. Bei der Auswahl der Hütten ist es auch wichtig darauf zu achten, dass die Anlagen das sensible Ökosystem des Parks beachten. Die Verwaltung des Parks legt großen Wert auf Eco-Tourismus, auch die Hotels und Restaurants im Park müssen dies beachten.

Der Survival-Guide für den Tayrona Nationalpark

Was benötigt ihr für einen mehrtägigen Aufenthalt im Tayrona Nationalpark? WASSER, WASSER UND AM BESTEN NOCH EINMAL WASSER! Was sonst noch nicht fehlen darf, kommt hier: 

  • Rucksack
  • Schlafsack (am besten einen dünnen Seidenschlafsack)
  • Kulturbeutel samt Inhalt (Minimalausstattung: Zahnbürste, Zahnpasta, Seife)
  • Sonnencreme (!!!)
  • Bikini, Badeshorts, Badeanzug oder womit ihr euch am Strand wohlfühlt
  • Zwei Sets aus kurzen Hosen und T-Shirts – sweat Baby sweat Baby!
  • Flip Flops + Wanderschuhe
  • Sonnenbrille & Sonnenhut
  • Bade- & Handtuch oder eine 2-in-1-Lösung – je nachdem, was ihr möchtet
  • Verpflegung und Wasser – es gibt zwar im Park hier und da die Möglichkeit, Wasser und das nötigste an Essen und Snacks einzukaufen, allerdings zu saftigen Preisen. Auf dem Campingplatz bei Cabo de San Juan de Guía gibt es ein Restaurant, das drei mal am Tag warme Mahlzeiten anbietet. Viel mehr hat es aber tatsächlich nicht im Park. Daher ausreichend Wasser und ein paar Snacks mitbringen!
  • Ob Go Pro, Kamera oder Smartphone. Klar will man sein Erlebnis im Park auch festhalten. Allerdings gibt es im Park nur wenige Möglichkeiten, seine Wertsachen sicher zu verwahren. Also überlegt euch gut, was ihr hierfür mitnehmen möchtet. 

Wer jetzt darüber nachdenkt, was er mit seinem restlichen Gepäck macht während er im Tayrona Nationalpark den Dschungel genießt, der sei beruhigt. In der Regel bieten alle Hotels und Unterkünfte in der Umgebung die Option an, seinen Rucksack vor Ort ein paar Tage aufzubewahren. Also kann man ganz easy einen kleineren Rucksack für die Tour durch den Park packen und muss keinen großen Backpack durch das Paradies tragen. Überhaupt ist kleines, leichtes Gepäck wichtig. Ihr müsst bedenken, dass ihr alles selbst für eine mehrstündige Wanderung in den Park tragen müsst.

Tayrona Nationalpark – Lohnt es sich?

Der Tayrona Nationalpark bietet sicherlich eine der schönsten Dschungelkulissen mit Karibikflair, die wir bisher gesehen haben. Leider hat der Tourismus den Park ganz schön fest im Griff. Einsame Sandstrände oder verlassene Lagunen sucht man hier meistens vergeblich. Trotzdem lohnt sich ein Besuch des Parks unserer Meinung nach. Der beste Zeitpunkt sind natürlich die Off-Peak-Zeiten, um den größten Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Besonders die ruhigen Minuten am Morgen und vor Sonnenuntergang haben uns nachhaltig beeindruckt. Ein paar Tage fernab der Zivilisation, nur mit dem nötigsten Komfort inmitten solch einer Kulisse ist ein einmaliges Erlebnis. Und eines, das wir auf keinen Fall auf unserer Weltreise vermissen wollten. 

Seid ihr auch schon im Tayrona Nationalpark gewesen oder plant eine Reise nach Kolumbien? Dann schreibt uns gerne, in den Kommentaren oder privat, wir freuen uns über alle Nachrichten. 

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